Justitia (Foto: pixabay / AJEL)

Haftstrafe für Angriff mit Machete

Markus Person   08.01.2021 | 12:46 Uhr

Im Prozess um einen eskalierten Nachbarschaftsstreit in Bexbach im Sommer 2020 ist der 81 Jahre alte Angeklagte wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Ausschlaggebend für das Strafmaß war nicht zuletzt das Verhalten des Angeklagten im Gerichtssaal.

Haftstrafe für Angriff mit Machete
Audio [SR 3, Markus Person, 08.01.2021, Länge: 00:59 Min.]
Haftstrafe für Angriff mit Machete

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in einer klaren Tötungsabsicht gehandelt habe. Dafür würden sowohl die schweren Verletzungen des Opfers, als auch die Aussagen der Zeugen und der gerichtsmedizinischen Gutachterin sprechen.

Hund als Auslöser

Der 81-Jährige hatte im Sommer 2020 mit einer selbstgebauten, 50 Zentimeter langen Machete auf einen Geburtstagsgast auf dem Nachbargrundstück eingeschlagen und den Mann lebensgefährlich verletzt. Das 56-jährige Opfer leidet noch heute an den Folgen des Angriffs, kann unter anderem mehrere Finger an beiden Händen nicht bewegen und ist im Alltag weiter auf Hilfe angewiesen.

Auslöser des Streits war ein Hund gewesen, der sich auf das Grundstück des 81-jährigen Bexbachers verirrt hatte. Der Angeklagten zeigte bis zum Prozessende keinerlei Reue.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 08.01.2021 berichtet.

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