Philippe Ernzer (Foto: SR)

Junger Luxemburger betreibt eigenen Wetterdienst

  05.04.2020 | 15:05 Uhr

Der 20-jährige Philippe Ernzer aus dem nordluxemburgischen Bauschleiden macht seit seiner Kindheit Wettervorhersagen. Die sind inzwischen so gut, dass große Firmen bei ihm Vorhersagen bestellen. Der ambitionierte Wetterfrosch hat sogar auch eine eigene Rubrik beim luxemburgischen Radio.

Als er zehn Jahre alt war bekam Philippe Ernzer eine kleine Wetterstation geschenkt. Die stellte er im Garten auf. Anfangs gingen seine Vorhersagen nur an Verwandte und Freunde. Aber es sprach sich schnell herum, dass sie manchmal präziser waren als die vom staatlichen Wetterdienst Meteolux. Inzwischen besitzt Philippe eine neue Wetterstation, mit feineren Sensoren. Sie steht im Nachbarort, im Garten seiner Großeltern. Seine Ausrüstung konnte er über Sponsoren finanzieren.

„Météo Boulaide“ heißt Ernzers eigener Wetterdienst. Für seine Facebookseite produziert er täglich zwei Wettervorhersagen – wenn nötig auch für einzelne Regionen Luxemburgs. Die Daten erhält er über die öffentlich zugänglichen Messwerte von Wetterstationen im ganzen Land.

Junger Luxemburger betreibt eigenen Wetterdienst (21.10.2019)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 21.10.2019, Länge: 04:37 Min.]
Junger Luxemburger betreibt eigenen Wetterdienst (21.10.2019)

Inzwischen bestellen sogar große Organisationen und Firmen Wettervorhersagen bei Philippe Ernzer. Zum Beispiel Johny Wagener, Chef des Busunternehmens Voyages Wagener. Ihm gefällt, wie detailliert die Vorhersagen sind. "Wir verlassen uns sehr darauf. Hauptsächlich im Winter, wenn Sturm oder Glatteis vorhergesagt ist. Dann ist es sehr wichtig für uns, unseren Fahrern mitzuteilen, wann es glatt wird. Seine Prognosen sind relativ genau."

Eigene Wetterrubrik im Radio

Seit ein paar Monaten hat Philippe Ernzer eine eigene Rubrik beim öffentlich-rechtlichen Radiosender Luxemburgs 100,7. Da erklärt er Wetter-Phänomene. Und das macht ihm richtig Spaß. "Ich würde mich schon freuen, wenn ich in Luxemburg in der Medienwelt Fuß fassen könnte, zum Beispiel als Wettermoderator."

Über dieses Thema hat auch die Region am Sonntag am 05.04.2020 berichtet.

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