Auf Lohn- und Gehaltsabrechnungen (Entgeltabrechnungen) liegen Euromünzen und Eurogeldscheine (Foto: dpa/Arno Burgi)

Gehaltsstruktur beim LSVS wird überprüft

Thomas Gerber   15.01.2019 | 19:10 Uhr

Die Gehaltsstrukturen und Entgeltgruppen beim Landessportverband werden von einem Gutachter untersucht. LSVS-Präsident Adrian Zöhler bestätigte dem SR, dass das Präsidium in seiner jüngsten Sitzung einem externen Rechtsanwalt einen entsprechenden Auftrag erteilt hat.

Dabei sollen in einem ersten Schritt die höheren Gehaltsstufen ab der Entgeltgruppe zehn untersucht und bewertet werden. Das Gutachten sei in die Zukunft gerichtet. An Hand konkreter Kriterien könnten neue Mitarbeiter zukünftig dann korrekt eingestuft werden.

Mit dem Gutachterauftrag reagiert das Präsidium auf Aussagen im LSVS-Untersuchungsausschuss des Landtages. Dort hatte die ehemalige LSVS-Beraterin und Tarifexpertin Morsch erklärt, dass insbesondere leitende Mitarbeiter des LSVS zu hoch eingruppiert seien.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Höhergruppierung

Konkret ging es dabei um einen Beschluss des alten LSVS Präsidiums aus dem Jahr 2016. Eine Geschäftsstellenleiterin war entgegen der Empfehlung von Morsch zur Geschäftsführerin befördert und höhergruppiert worden. Dadurch soll dem LSVS laut Staatsanwaltschaft allein bis Ende 2018 ein Schaden von mehr als 12.000 Euro entstanden sein.

Wegen der Höhergruppierung der Geschäftsstellenleiterin ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das komplette damalige LSVS-Präsidium. Gegen Ex-Präsident Meiser, seinen damaligen Stellvertreter Schumann und die Vertreterin des Judobunds, Nonnweiler, wurde in dieser Sache bereits Anklage erhoben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.01.2019 berichtet.

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