Lotta von Arlers (Foto: SR/Felix Schneider)

16-jährige Saarländerin veröffentlicht Gedichtband

Felix Schneider / Onlinefassung: Rebecca Kaiser   12.01.2020 | 13:57 Uhr

Lotta von Arlers ist erst 16 Jahre alt, hat aber schon ihren ersten Gedichtband veröffentlicht. Und nicht – wie vielleicht zu erwarten – ein Buch mit Liebesgedichten, sondern ein Werk mit Kriegsgedichten. SR.de hat sie erzählt, was die 16-Jährige zum Schreiben antreibt und wieso sie sich einem so schwierigen Thema widmet.

Es geht um Krieg, um Freundschaften, die nicht existieren dürfen und um Vergänglichkeit. Themen, die man von einer 16-Jährigen nicht erwarten würde. Lotta von Arlers ist das Pseudonym der jungen Neunkircherin, ihren bürgerlichen Namen will sie nicht verraten.

Gedichteschreiberin Lotta von Arlers
Video [SR.de, (c) SR, 11.01.2020, Länge: 01:58 Min.]
Gedichteschreiberin Lotta von Arlers

Erster Preis in Gedicht-Wettbewerb

Schülerin veröffentlicht Gedichtband mit Kriegsgedichten
Audio [SR 3, Felix Schneider, 13.01.2020, Länge: 03:07 Min.]
Schülerin veröffentlicht Gedichtband mit Kriegsgedichten

Mit dem Schreiben angefangen hat sie vor drei Jahren: "Das erste Gedicht habe ich in der 7. oder 8. Klasse geschrieben, also mit zwölf oder 13 Jahren." Damals hat Lotta am Gedichtwettbewerb "Wortsegel" teilgenommen. Gewonnen hat sie zwar nicht, aber mit dem ersten Gedicht war der Anfang gemacht.

Von da ab hat die 16-Jährige viel geschrieben und sich dabei immer verbessert. Ihr ehemaliger Schulleiter war von ihren Texten beeindruckt und hat sie dazu ermuntert nochmal am gleichen Wettbewerb teilzunehmen. "Das habe ich dann auch gemacht, mit einem Gedicht, das ich noch hatte", erinnert sich Lotta. Eine gute Entscheidung, denn mit ihrem Werk hat die Neunkircherin den ersten Platz belegt und ein Preisgeld gewonnen.

Lotta schreibt immer und überall

Seitdem vergeht kein Tag, an dem sie nicht schreibt. Deswegen schreibt sie auch überall und mit allem: mal zuhause, mal unterwegs oder auch mal in der Schule, auf Papier, mit dem Tablet oder am Computer. So kamen mit der Zeit genug Gedichte zusammen, um einen eigenen Gedichtband ("Gedichte vom jungen Herzen") zu veröffentlichen: „Ich hatte irgendwann genug: Ich hatte 40 oder 50 Gedichte." Aus den besten habe sie dann ein Buch gemacht.

Erster Roman in Arbeit

Die Kriegsthematik zieht die junge Autorin schon immer an. Besonders die historischen Schlachten von Napoleon über Bismarck bis hin zum 2. Weltkrieg. „Ich lese viele Bücher darüber. Über Kriege und auch Freundschaften, die im Krieg nicht sein können, weil die Freunde auf unterschiedlichen Seiten stehen", sagt Lotta. Gerade über solche Themen schreibe sie gerne, weil sie sie faszinieren. Dabei werden in ihrer Lyrik der Krieg und die Politiker kritisiert und beschrieben, was der Krieg aus den Menschen macht.

Lotta von Arlers (Foto: SR/Felix Schneider)
Lottas Gedichtband "Gedichte vom jungen Herzen"

Ob sie im späteren Leben mal Schriftstellerin werden will, das weiß die Neunkircherin noch nicht. Nach dem Abitur hat sie momentan aber vor Deutsch und Französisch studieren, vielleicht um Lehrerin zu werden. Dem Schreiben will sie aber auch in Zukunft treu bleiben. Momentan ist sogar schon ihr erster Roman in Arbeit. Auch hier soll es einen historischen Kontext geben.

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