Sie befänden sich "am Limit"  (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

700 Lehrer protestierten in Saarbrücken

Patrick Wiermer   18.09.2018 | 18:12 Uhr

Vor der Staatskanzlei in Saarbrücken haben am Dienstagnachmittag rund 700 Lehrer der Grund-, Förder- und Gemeinschaftsschulen für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Ministerpräsident Tobias Hans und Bildungsminister Ulrich Commerçon stellten sich den Demonstranten.

Mehr Lehrerstellen, kleinere Klassen, bessere Besoldung für Referendare. Die Forderungen der Lehrer sind vielfältig. Zu sehen waren sie auf Dutzenden Schildern und Plakaten. Trillerpfeifen und Protestsongs sorgten für die Begleitmusik. Pfiffe und Buhrufe gab es für Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD).

Bilder der Protestaktion

Landesregierung will reagieren

Vor allem bei der Inklusion wünschen sich die Lehrer mehr Unterstützung. Immer mehr Schüler mit Förderbedarf, zum Beispiel geistigen, sprachlichen oder sozial-emotionalen Defiziten, setzen viele Lehrer offenbar unter Druck. Der Verband fordert auch deshalb mehr sogenannte multiprofessionale Teams etwa aus Lehrern, Psychologen und Sozialarbeitern.

Eine Forderung, die auch das Bildungsministerium teilt. Das will ab 2020 in diese Teams investieren. Ministerpräsident Tobias Hans sagte, dass er die Forderungen der Lehrer ernst nehme und sie auch Teil der nächsten Gespräche werden.

Panorama
Lehrer: "Wir sind am Ende unserer Kräfte"
Zu große Klassen, zu wenig Personal, zu viele Schüler mit sozial-emotionalen Problemen: Die saarländischen Lehrer fühlen sich überfordert. Mit einer Protestaktion wollen sie heute auf ihre Situation aufmerksam machen.

Video [aktueller bericht, 18.09.2018, Länge: 3:12 Min.]
Lehrer demonstrieren vor Staatskanzlei

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten am 18.9.2018 berichtet.

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