Argentur für Arbeit (Foto: dpa)

Langzeitarbeitslosigkeit im Saarland gesunken

  17.12.2019 | 19:02 Uhr

In den letzten fünf Jahren ist die Langzeitarbeitslosigkeit im Saarland um 27 Prozent gesunken. Arbeitsministerin Anke Rehlinger (SPD) begründete die positive Entwicklung unter anderem mit der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Saarland sowie mit Maßnahmen des Bundes.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Saarland ist von 2014 bis 2019 um rund 3400 auf 9000 Menschen gesunken. Dieser Rückgang um 27 Prozent sei deutlich mehr als die Abnahme der generellen Arbeitslosigkeit um acht Prozent, sagte Rehlinger. Mit Hilfe des im Januar bundesweit gestarteten Teilhabechancegesetzes hätten 830 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhalten. Die Abbruchquote liege nur bei drei Prozent, betonte Rehlinger.

Video [aktueller bericht, 17.12.2019, Länge: 3:23 Min.]
Starker Rückgang von Langzeitarbeitslosigkeit

Langzeitarbeitslosigkeit sei nicht, wie lange propagiert, der "Sockel der Perspektivlosigkeit" mit dem man sich abzufinden habe, sagte die SPD-Politikerin. Dabei spielten im Saarland auch das Landesarbeitsmarktprogramm "ASaar" und die zusätzliche Finanzierung von geförderter Beschäftigung durch den "Passiv-Aktiv-Transfer" eine Rolle.

Viele Langzeitarbeitslose in Maßnahmen

Die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, unterstrich die Bedeutung von festen Instrumenten bei der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit. Alle zwei Jahre ein Programm nutze nichts, deswegen sei die Verstetigung von Mitteln wichtig. Aktuell seien 42 Prozent der über 55-jährigen Langzeitarbeitslosen in Maßnahmen, betonte Schulz. Dies sei ein sehr hoher Anteil für diese Altersgruppe.

Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich gesunken
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 17.12.2019, Länge: 03:14 Min.]
Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich gesunken

"Nach dem sehr guten Start der Teilhabe-Maßnahmen muss der übergeordnete Fokus auf der Verstetigung und der Arbeit an einem möglicherweise nachhaltigen Beschäftigungsverhältnis über die Förderung hinaus liegen“, betonte sie. Auch sei die Beteiligung von Frauen noch ausbaufähig.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 17.12.2019 berichtet.

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