EIne junge Frau mit FFP2-Maske hält ein Smartphone mit der Luca-App in der Hand (Foto: IMAGO/Eibner)

Landkreis Neunkirchen nutzt "Luca"-App

  24.03.2021 | 13:13 Uhr

Als erster saarländischer Landkreis setzt der Kreis Neunkirchen ab sofort die "Luca"-App zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie ein. Mit der App sollen Infektionsketten zukünftig leichter nachverfolgbar werden. Landrat Sören Meng sprach sich für eine landesweite Nutzung der App aus.

"Die Kreisverwaltung verfügt ab sofort über das Zertifikat für die Luca-App. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Optimierung unserer Arbeit in der Kontaktnachverfolgung", teilte der Neunkircher Landrat Sören Meng (SPD) mit. Voraussetzung sei, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger die App nutzen.

Luca-App im Test
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 26.03.2021, Länge: 02:36 Min.]
Luca-App im Test

Einchecken über QR-Codes

Die Luca-App funktioniert über QR-Codes, die zum Beispiel bei Restaurantbesuchen oder Veranstaltungen eingescannt werden. Hat sich eine Person mit dem Coronavirus infiziert, kann das Gesundheitsamt auf eine Liste der besuchten Orte zugreifen und die entsprechenden Kontakte informieren.

Dafür ist nach Angaben der Entwickler die Zustimmung des Nutzers nötig. Hinter der App steckt das Berliner IT-Startup-Unternehmen neXenio und eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern - unter anderem auch die "Fanta Vier"-Musiker. Beteiligt sind auch das Hasso-Plattner-Institut und die Bundesdruckerei.

Schlüsselanhänger statt Smartphone

Für Bürgerinnen und Bürger ohne Smartphone und Zugang zu der App will der Landkreis Neunkirchen entsprechende Schlüsselanhänger anbieten. Diese sollen - nach einmaliger Registrierung - ebenfalls ein Ein- und Auschecken in den besuchten Orten ermöglichen.

Derzeit gebe es allerdings Wartezeiten bei der Lieferung, so Meng. "Sobald die Anhänger im Landkreis Neunkirchen angekommen sind, können sie in allen Rathäusern im Landkreis abgeholt werden." Sowohl die App als auch die Schlüsselanhänger werden für die Bürger kostenlos angeboten.

Noch kein saarlandweiter Einsatz

Ob auch weitere Landkreise im Saarland die App einsetzen wollen, ist noch unklar. Deutschlandweit nutzen derzeit 60 Gesundheitsämter die Luca-App im Rahmen ihrer Arbeit in der Kontaktnachverfolgung.

Neben der Luca-App wurden mittlerweile viele weitere Apps zur Kontaktnachverfolgung in der Pandemie entwickelt. Unter anderem auch die App "PassGo", die die Kontakterfassung mit einem Testsystem verbinden will. Wie das saarländische Gesundheitsministerium zuletzt mitteilte, soll die Corona-Warn-App des Bundes gleichzeitig weiterhin genutzt werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.03.2021 berichtet.

Digitale Kontakterfassung
Wie die Luca-App die Kontaktnachverfolgung verbessern will
Aus der Vielzahl der in der Pandemie entwickelten Apps zur Kontakterfassung sorgt momentan vor allem eine für Schlagzeilen: Die Luca-App, die von den "Fantastischen Vier" mitentwickelt wurde. Sie soll die Kontaktnachverfolgung erleichtern und die Gesundheitsämter entlasten. Im Saarland wird sie noch nicht eingesetzt - das Gesundheitsministerium ist nach eigenen Angaben aber in der Abstimmung über eine mögliche Einführung.

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