Ein Mann bekommt eine Schutzimpfung gegen Covid-19 (Foto: picture alliance/doa/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul)

Corona-Impfungen in „sozialen Brennpunkten“

Steffi Balle   06.05.2021 | 15:46 Uhr

Die Landesregierung will schon in dieser Woche mit Impfungen in "sozialen Brennpunkten" beginnen. Das hat der Impf-Beauftragte des Landes, Bernd Schnabel, auf SR- Anfrage bestätigt. Träger von sozialen Projekten kümmern sich um die Umsetzung der Impf-Aktionen.

Schon diese Woche sollen Impfstoff-Dosen von Johnson und Johnson an die Leitungen der beiden Gefängnisse in Ottweiler und Saarbrücken sowie an die Forensik in Merzig abgegeben werden. Die dortigen Medizinischen Dienste sollen dann die Häftlinge beziehungsweise Patienten impfen.

Video [aktueller bericht, 06.05.2021, Länge: 3:28 Min.]
Impfpriorisierung in sozial schwächeren Regionen

Video [aktueller bericht, 06.05.2021, Länge: 4:26 Min.]
Interview mit Bernd Schnabel über die Impfpriorisierung in sozialen Brennpunkten

Im Anker-Zentrum Lebach müsse man noch abwarten, bis der Infektions-Ausbruch von voriger Woche überstanden ist. Dort hatten sich zuletzt über 50 Geflüchtete mit dem Corona-Virus infiziert. Auch bedürfe es einer aufwändigeren Aufklärung übers Impfen, da viele der Ankömmlinge generelle Vorbehalte hätten.

Impfstoff von Johnson und Johnson

Mit 16 Projekt-Leitern in sozialen Brennpunkten liefen zudem derzeit Gespräche, wie man am besten eine Impf-Aktion organisiert. Derzeit sind zwei Lieferungen von jeweils 2400 Dosen Impfstoff von Johnson und Johnson für dieses Programm vorgesehen. Dieser Impfstoff muss nur ein Mal gespritzt werden.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 06.05.2021.

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