Impfstoff AstraZeneca (Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer)

Land übernimmt Haftung für Impfschäden bei AstraZeneca

Steffani Balle / Onlinefassung: Anne Staut   03.05.2021 | 17:13 Uhr

Im Saarland übernimmt das Land die Haftung, wenn durch eine Impfung mit AstraZeneca Impfschäden auftreten. Zuvor hatten die Hausärzte beklagt, dass die Haftungsfrage im Saarland im Gegensatz zu anderen Bundesländern noch nicht geklärt sei.

Seit die Ständige Impfkommission (Stiko) Anfang April eine Impfung mit AstraZeneca auch für unter 60-Jährige unter bestimmten Bedingungen empfohlen hat, sei dies die Grundlage für eine solche Übernahme der Haftung, erklärte ein Ministeriumssprecher auf SR-Nachfrage. Bislang sei dies zwar nicht explizit an die Ärzteschaft  kommuniziert worden, ergebe sich aber durch die Vorgaben.

Absicherung für Hausärzte

Zu den Voraussetzungen gehörten eine umfassende Impf-Aufklärung und der Wille des Impflings. Wird die Impfung dann ordnungsgemäß durchgeführt und es treten Komplikationen auf, haftet das Land auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes, so der Sprecher.

Die Hausärzte hatten in einem Schreiben moniert, dass die gesamte Verantwortung der Impfung mit AstraZeneca auf die niedergelassenen Ärzte abgewälzt werde, ohne dass sie Absicherung durch die Politik bekämen. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.05.2021 berichtet.

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