Attentat auf den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine am 25.04.1990 bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadthalle Köln-Mühlheim (Foto: dpa/lnw)

Keine Bewährung mehr für Lafontaine-Attentäterin

  22.06.2020 | 12:56 Uhr

Rund 30 Jahre nach dem Messerangriff auf den damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine gelten für die Attentäterin keine Bewährungsauflagen mehr. Das zuständige Landgericht Kleve habe die entsprechende Entscheidung bereits im Juli 2019 getroffen, teilte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag mit.

Das Gericht habe erklärt, dass von der Frau nicht mehr zu erwarten sei, dass sie Straftaten begehe. Sie habe sich in der Bewährungszeit gut geführt, "so dass die Maßnahmen für beendet erklärt wurden", sagte der zuständige Richter.

25. April 1990 bei Wahlkampfauftritt in Köln-Mühlheim
Attentat auf Oskar Lafontaine vor 30 Jahren

Attentat 1990

Die frühere Arzthelferin hatte Lafontaine 1990 bei einem Wahlkampfauftritt in Köln-Mülheim mit einem Messerstich nahe der Halsschlagader lebensgefährlich verletzt. Im folgenden Strafprozess bescheinigten ihr Gutachter eine Schizophrenie. 2013 war sie auf Bewährung aus einem Krankenhaus für psychisch kranke Straftäter entlassen worden.

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