Stadtautobahn mit Graffiti-Wand in Saarbrücken (Foto: Imago/BeckerBredel)

Lärmschutz entlang der A620 am Staden geplant

Stephan Deppen / Onlinefassung: Thomas Braun   08.03.2022 | 13:54 Uhr

Mit einem neuartigen Lärmschutz-System soll der Autobahn-Lärm in Höhe des Saarbrücker Stadens gedämpft werden. Mitte 2023 sollen die Bauarbeiten beginnen, teilte die dafür zuständige Autobahn GmbH mit.

"Diffraktoren" heißt das Zauberwort für den Lärmschutz an der Saarbrücker Stadtautobahn zwischen den Anschlussstellen Bismarckbrücke und St. Arnual. Dahinter verbirgt sich eine niederländische Entwicklung, die noch ohne Zulassung als Pilotprojekt eingesetzt wird.

Video [aktueller bericht, 08.03.2022, Länge: 3:02 Min.]
Lärmschutz entlang der A620 am Staden geplant

Auf dem Autobahn-Abschnitt wird das Geländer entfernt und durch eine einen Meter hohe Lärmschutzwand ersetzt. Daran werden die sogenannten Diffraktoren waagerecht befestigt: ein Aluminium-Röhrensystem, das Schallwellen nach oben ablenkt.

Lärmschutz entlang der A620 am Staden geplant
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 08.03.2022, Länge: 01:01 Min.]
Lärmschutz entlang der A620 am Staden geplant

Lärmminderung um vier bis fünf Dezibel

So soll eine Lärmminderung von vier bis fünf Dezibel erreicht werden. Werte, die sonst nur mit einer um mindestens zwei Meter höheren Schallschutzwand zu erreichen wäre. Die aber lässt sich dort nicht installieren. Außerdem ist das neue System deutlich preiswerter, so die Autobahn GmbH.

Sie kalkuliert mit rund 500.000 Euro. Mitte 2023 sollen die Arbeiten beginnen, Anfang 2024 beendet sein. Die Installation soll wissenschaftlich begleitet werden, um die Wirksamkeit des Systems zu belegen und es dann auch an anderen Orten einsetzen zu können.

Über dieses Thema berichtete die SR 3-Rundschau am 08.03.2022.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja