Graffiti (Foto: SR/Patrick Wiermer)

Künstler wegen Protestgraffiti in Saarbrücken verurteilt 

Patrick Wiermer   28.05.2021 | 16:39 Uhr

Der Saarbrücker Graffitikünstler Alexander Karle ist vom Amtsgericht wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden. Karle hatte im November 2020 Schriftzüge auf eine Wand unterhalb der Wilheim-Heinrich-Brücke gesprüht. Er sah darin einen politischen Protest. 

Der Künstler Alexander Karle ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er unter anderem die Schriftzüge "Angst essen CDU" und "Uwe und Klaus" an eine Wand in Saarbrücken gesprüht haben soll.

Rund 2200 Euro Sachschaden

Die Wand war lange Zeit für Straßenkunst freigegeben, bis das Straßenbauamt 2020 die Wand und damit mehrere Kunstwerke überstreichen ließ. Das Amt hatte zuvor einen Hinweis aus dem Innenministerium erhalten, dass die Graffitis möglicherweise EU-Förderrichtlinien für die Sanierung der Brücke widersprechen. Der Sachschaden durchs Karles Graffitis betrug rund 2200 Euro. Der Künstler will in Berufung gehen.

Karle stand bereits wegen anderer Aktionen vor Gericht - unter anderem, weil er 2016 Liegestützen auf dem Altar der Saarbrücker Basilika St. Johann gemacht hatte.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.05.2021 berichtet.

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