Die Oberfläche eines Online-Pokerspiels auf dem Bildschirm eines Notebooks.  (Foto: dpa)

Kritik an Freigabe von Online-Glücksspielen

Jonathan Janoschka   29.11.2019 | 06:41 Uhr

Im Saarland nimmt die Kritik an einer möglichen Freigabe von Online-Glücksspielen in Deutschland zu. Sowohl Suchtexperten als auch Saartoto warnen vor den möglichen Folgen. Bis nächsten Herbst wollen sich die Bundesländer auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag einigen.

Das Spiel mit der Sucht
Audio [SR 3, Jonathan Janoschka, 29.11.2019, Länge: 02:34 Min.]
Das Spiel mit der Sucht

Insbesondere Schleswig-Holstein und Hessen drängen darauf, Online-Glücksspiele zu liberalisieren. Doch bereits jetzt gibt es einen Markt für illegales Glücksspiel im Internet, so Saartoto. Die Länder hätten es versäumt, ihre Aufsichtsbehörden dem anzupassen. Von einem „regelrechten Staatsversagen“ spricht Saartoto-Geschäftsführer Peter Jacoby mit Blick auf die aktuelle Lage. Illegale Glücksspielanbieter aus dem Ausland würden nicht gesperrt. Sein Co-Geschäftsführer Michael Burkert fordert daher, die Behörden personell und finanziell zu stärken.

Christine Hensler von der Landesfachstelle Glücksspielsucht betonte, jedes erlaubte Spiel sei kein gutes Spiel. Bevor den Anbietern neue Märkte geöffnet werden, müsse der Staat zunächst wirksame Schutzmechanismen für die Spieler gewährleisten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.11.2019 berichtet.

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