Schild: „Zentrale Ausländerbehörde Landesaufnahmestelle“ (Foto: Pasquale D'Angiolillo/SR)

Saar-Flüchtlingsrat fordert mehr Personal für Ausländerbehörde

  05.08.2022 | 14:50 Uhr

Zu viele unbearbeitete Anträge und eine schlechte Erreichbarkeit: Der saarländische Flüchtlingsrat hat die Organisation der Zentralen Ausländerbehörde kritisiert. Im Januar 2021 war der Nebenstandort der Behörde in Saarbrücken geschlossen worden.

Der Saarländische Flüchtlingsrat hat seine Kritik an der Zentralen Ausländerbehörde erneuert. Vorstandsmitglied Peter Nobert sagte, die Verhältnisse in Lebach seien teilweise katastrophal. So sei die Behörde nur schwer erreichbar. Es gebe keine Rückrufe oder Reaktionen auf Anrufe. Zudem dauere die Bearbeitung der Anträge zu lange.

Mehr Personal notwendig

"Die Kritik richtet sich nicht an die Mitarbeiter", unterstrich Nobert. Diese seien vollkommen überlastet. Nötig sei mehr Personal, um den Rückstau an Anträgen abzuarbeiten.

Die Ausländerbehörde in Saarbrücken war Anfang Januar vergangenen Jahres geschlossen und zur Zentralen Ausländerbehörde nach Lebach verlegt worden.

Umzug in der Kritik

An dem Umzug hatte es viel Kritik von Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften aber auch aus der Politik gegeben. Die Zusammenführung der Standorte begründete das Landesverwaltungsamt unter anderem damit, dass der Landesrechnungshof fordere, dass Landesbehörden in landeseigenen Immobilien untergebracht seien. Das sei in Saarbrücken nicht der Fall gewesen.

Im März hatte das Innenministerium eine Dependance der Ausländerbehörde auf dem Saarbrücker Uni-Campus angekündigt. Diese sollte im April ihre Arbeit aufnehmen. Die Eröffnung hatte sich zuletzt allerdings verzögert.

Video [aktueller bericht, 05.08.2022, Länge: 3:25 Min.]
Saar-Flüchtlingsrat fordert mehr Personal für Ausländerbehörde

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.08.2022 berichtet.

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