Ein Fahrgast bestellt sein Busticket auf einem Smartphone (Foto: SR/Imago/Rüdiger Wölk)

Kritik an Handyticket des SaarVV

  14.11.2020 | 16:15 Uhr

Jugendliche im Saarland haben keinen Zugang zu den Handytickets des Verkehrsverbunds SaarVV, kritisieren das Bündnis "Fridays for Future" und die Grüne Jugend Saar. Die Altersbeschränkung beim Ticketkauf mache den ÖPNV gerade für junge Menschen unattraktiver. Der SaarVV verweist auf Haftungsansprüche.

Durch die derzeit gültige Altersbeschränkung auf 18 Jahre werden nach Angaben der Grünen Jugend und Fridays for Future (FFF) jüngere Menschen vom Kauf der Handytickets ausgeschlossen. Gerade für diese sei die Digitalisierung aber "von erheblicher Bedeutung", teilte FFF mit.

Fridays for Future hatte neben der Anpassung des Mindestalters auch eine übersichtlichere App sowie weitere Zahlungsoptionen gefordert. Bisher sei dies nur mit Kreditkarte oder per Lastschrift möglich.

SaarVV: Mindestalter für Zahlung notwendig

Der saarländische Verkehrsbund begründet die Altersbeschränkung mit der Haftbarkeit des Ticketkäufers: "Im Rahmen der Zahlungsabwicklung verkauft die Saarländische Nahverkehrs-Service GmbH (SNS) die Forderung an einen Zahlungsdienstleister, der auch das Ausfallrisiko für die Forderung trägt. Hier ist ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich", sagte ein Sprecher des Verkehrsbundes.

Aktuell werde diskutiert, PayPal als weitere Zahlungsmöglichkeit für Handytickets einzuführen. "Aber auch hier ist eine Nutzung erst ab dem 18. Lebensjahr möglich", teilte der SaarVV mit.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.11.2020 berichtet.

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