Mehrer Kinder legen ihre Hände aufeinander (Foto: pixabay/jarmoluk)

Landesverband setzt sich für kinderreiche Familien ein

Leonie Rottmann   21.04.2019 | 09:24 Uhr

Der Landesverband des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland (KRFD) setzt sich seit Februar im Saarland für die Interessen von kinderreichen Familien ein. Lobbyarbeiten für mehr finanzielle und organisatorische Entlastung, aber auch Netzwerke zur gegenseitigen Unterstützung sind erste Ziele. Das Saarland ist das letzte Bundesland, in dem ein KRFD-Landesverband gegründet wurde.

Die Vorsitzenden Annika Gebhard und Christiane Seitz bauen den Landesverband Saarland mit 24 Mitgliedsfamilien langsam auf und bieten kinderreichen Familien einen Ansprechpartner. „Wir kümmern uns einerseits um Lobbyarbeit, um die Interessen von Familien mit drei oder mehr Kindern durchzusetzen und deren Alltag zu erleichtern. Andererseits wollen wir das Ansehen der Familien verbessern, denn viele Kinder werden leider oft als Störfaktor angesehen“, sagt Annika Gebhard, selbst Mutter von drei Kindern.  

Erste Ziele sind definiert

Erste Projekte, für die sie sich einsetzen wollen, haben sie schon festgelegt: Schul- und kitafreie Tage sollen in Zukunft eine effektive Nutzung der gemeinsamen freien Zeit erleichtern und Großfamilien sollen zum Beispiel bei Klassenfahrten oder Lehrmitteln stärker vom Schülerförderungsgesetz profitieren.

„Darüber hinaus wollen wir ein Netzwerk erschaffen, in dem sich die Familien auch gegenseitig helfen können, zum Beispiel über Nachbarschaftshilfen, Kleiderkammern und regelmäßigen Treffen“, sagt Gebhard. Ansonsten werde sich der Verband künftig unter anderem mit Themenfeldern wie ÖPNV, familienfreundlichen Arbeitszeiten und Altersvorsorge beschäftigen. Frauen mit vielen Kindern seien extrem von Altersarmut bedroht, weil sie oft nur in Teilzeit arbeiten können und die Erfahrung in der Elternzeit nicht angerechnet werde.

Auf Bundesebene erfolgreich

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland betreibt seit 2011 Lobbyarbeit für die Belange von Großfamilien und bietet Beratung, Unterstützung und Vernetzung für Familien mit drei oder mehr Kindern an. Der Verband hat nach eigenen Angaben unter anderem das Gütesiegel „FairFamily“ eingeführt, das familienfreundliche Unternehmen als Arbeitgeber und familienfreundliche Arbeitgeber auszeichnet. Zudem seien durch die Arbeit in verschiedenen Städten Familienkarten eingeführt worden.

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