Stroke Unit Zimmer (Foto: Steffani Balle)

Krankenhäusern drohen Millionen-Klagen

Bettina Rau / Onlinefassung: Axel Wagner   22.11.2018 | 21:34 Uhr

Die Krankenkassen könnten für den Zeitraum von 2014 bis 2016 bis zu 30 Millionen Euro von saarländischen Krankenhäusern fordern. Das meldet die Saarländische Krankenhausgesellschaft. Die Fristen für Rückforderungen haben sich verkürzt, was aktuell zu einer bundesweiten Klagewelle der Kassen geführt hat.

Von den Knappschaftskliniken Püttlingen und Sulzbach könnte eine halbe Millionen Euro gefordert werden. Es geht um die Transportzeit für Schlaganfall-Patienten, für die eine Behandlung in einer Stroke Unit nicht ausreicht. Thomas Jakobs, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, erklärt das Problem: „Auch wenn das Bundessozialgericht in einem etwas merkwürdigen Urteil im vergangenen Sommer eine merkwürdige Interpretation der Transportzeit gegeben hat, soll dies Anfang des Jahres rückwirkend gesetzeskonform klargestellt werden, dass die Transportzeit die Zeit ist, in der der Patient sich im Krankenwagen befindet, um von Püttlingen zum Winterberg gefahren zu werden oder von der Klinik Sulzbach nach Homburg.“

Insgesamt rechnet die Krankenhausgesellschaft mit rund 2000 Klagen. Das Landessozialgericht sei aber bisher noch die Zahlen schuldig geblieben.

Über dieses Thema wurde auch im „aktuellen bericht“ vom 22.11.2018 im SR Fernsehen berichtet.

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