Symbolbild: Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur (Foto: picture alliance / Marijan Murat / dpa)

Uniklinik soll planbare OPs verschieben

  24.10.2020 | 12:30 Uhr

Der Corona-Krisenstab an der Homburger Uni-Klinik (UKS) hat den Klinikdirektoren der UKS empfohlen, planbare Operationen zu verschieben. Der Homburger Virologe Jürgen Rissland erklärte im SR-Interview, dies diene angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen als Vorsichtsmaßnahme.

"Wir haben eine Empfehlung an die Klinikdirektoren rausgegeben, entsprechend planbare Operationen jetzt zu reduzieren, einfach damit wir die Intensivkapazität aufrechterhalten können", sagte Rissland. Auf den intensivmedizinischen Stationen müssten derzeit bereits wieder mehr Patienten behandelt werden, die auch beatmet werden müssten. Planbare Operationen zu verschieben sei deshalb eine sinnvolle und notwendige Maßnahme.

Wieder mehr ältere Menschen erkrankt

Uniklinik soll planbare OPs verschieben
Audio [SR 3, Michael Friemel / Jürgen Rissland, 24.10.2020, Länge: 03:11 Min.]
Uniklinik soll planbare OPs verschieben

Zudem erklärte Rissland, dass momentan wieder mehr ältere Menschen erkrankten. Während im Sommer eher jüngere Menschen erkrankt seien, würden jetzt wieder vermehrt Fälle bei Menschen über 60 auftreten. Auch in Alten- und Pflegeheimen gebe es wieder verstärkt Infektionen. "Das macht uns Sorge. Da muss man jetzt massiv gegenhalten", so Rissland. Er rief deshalb dazu auf, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.10.2020 berichtet.

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