Symbolbild: Ein Arzt im Operationssaal (Foto: dpa)

Kliniken fürchten Insolvenz nach Corona-Krise

mit Informationen von Steffani Balle   21.03.2020 | 18:30 Uhr

Die Bundesregierung plant einen Rettungsschirm für die Krankenhäuser in der Corona-Krise. Doch der jetzt vorgelegte Entwurf sorgt bei den Kliniken im Saarland für Entsetzen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft bezeichnet ihn gar als "Katastrophe".

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) übt heftige Kritik am Gesetzentwurf der Bundesregierung zur finanziellen Unterstützung der Krankenhäuser in der Corona-Krise. Der Entwurf war am Samstag den Krankenhausgesellschaften in ganz Deutschland übermittelt worden.

Die vorgesehene Erstattung für leerstehende Betten, die derzeit im ganzen Land für Corona-Patienten vorgehalten werden, sei mit maximal 540 Euro pro Tag viel zu gering. Es müsste das Doppelte sein, um die realen Verluste aufzufangen, schreibt der Geschäftsführer der SKG Thomas Jakobs in einer Pressemitteilung. Auch die Pauschale von 30.000 Euro für ein Intensivbett mit Beatmungsgerät sei viel zu niedrig angesetzt.

Nach Corona in die Insolvenz?

Der von Spahn versprochene Schutzschirm sei "ein Witz". Die SKG befürchtet, wie alle anderen Krankenhausgesellschaften in Deutschland auch, dass nach der Corona- die Krankenhauskrise komme, wenn der Bundestag den Gesetzentwurf so beschließen sollte.

"Mit diesem Gesetzentwurf laufen wir Gefahr, dass in wenigen Monaten Krankenhäuser in Insolvenz gehen", so der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Gerald Gaß.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.03.2020 berichtet.

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