Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Urteil im Korruptionsfall beim Völklinger Ordnungsamt

Mit Informationen von Gabor Filip   09.09.2022 | 18:02 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen ehemaligen Mitarbeiter des Ordnungsamts Völklingen wegen Bestechlichkeit zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hatte Gastronomiebetriebe vor anstehenden Kontrollen gewarnt und dafür Geld kassiert. Auch sein Sohn war involviert und machte sich damit strafbar.

Das Saarbrücker Landgericht hat einen ehemaligen Mitarbeiter des Ordnungsamts Völklingen wegen Bestechlichkeit zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Sein mitangeklagter Sohn bekam wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten.

Video [aktueller bericht, 09.09.2022, Länge: 2:57 Min.]
Urteil im Korruptionsfall beim Völklinger Ordnungsamt

Dem 50-jährigen Hauptangeklagten wurden Korruptionstatbestände in 14 Fällen zur Last gelegt, dem 25 Jahre alten Sohn Beihilfe in acht Fällen.

Geständnisse ermöglichten Deal

Beide Beschuldigte gestanden, in den Jahren 2018 bis 2021 Gastronomiebetriebe vor anstehenden Kontrollen des Ordnungsamtes gewarnt und dafür Geld kassiert zu haben.

Bewährungs- und Geldstrafen im Völklinger Korruptionsfall
Audio [SR 3, Moderation: Dorothee Scharner, 09.09.2022, Länge: 03:49 Min.]
Bewährungs- und Geldstrafen im Völklinger Korruptionsfall

Die Geständnisse der Angeklagten machten den Prozessbeteiligten den Weg für eine Verständigung frei. Aufgrund des Deals gab es die relativ milden Strafen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 09.09.2022 berichtet.

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