HTW-Saar Gebäude (Foto: SR)

Kooperation von ASW Berufsakademie und HTW

Sarah Sassou   25.06.2020 | 14:48 Uhr

Die ASW Berufsakademie in Neunkirchen und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar wollen künftig zusammenarbeiten. Das hat die Mitgliederversammlung der ASW entschieden. Auf den Studienbetrieb soll es bereits ab dem Wintersemester Auswirkungen haben.

Die ASW Berufsakademie in Neunkirchen nimmt mit ihrer Entscheidung für die Kooperation ein Angebot der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saar an. Das hatte die Hochschule vorgelegt, als Alternative zu einem Angebot einer privaten Hochschule aus Essen, die berufsbegleitende Studiengänge anbietet. An sie waren saarländische Unternehmen herangetreten, weil sie um die Zukunft der dualen Ausbildung im Saarland fürchteten.

Die ASW Berufsakademie hatte zuletzt mit rückläufigen Studierendenzahlen zu kämpfen, die aber vergangenes Jahr wieder leicht anstiegen. Zuletzt waren etwa 500 Studierende eingeschrieben. Um die Zahlen in Zukunft zu stabilisieren, hatten das Präsidium und die Unternehmen, die die ASW finanzieren, damit begonnen, die Berufsakademie neu auszurichten.

Auswirkungen auf Studienbetrieb ab Wintersemester

Wie die geplante Kooperation mit der HTW im Detail aussieht, soll bis Ende August genauer ausgearbeitet werden. Das kündigte ASW-Präsidentin Rosemarie Clarner an. Denn schon ab dem Wintersemester 2021 sollen sich die ersten Berufsakademie-Studierenden an der HTW einschreiben.

Die ASW in Neunkirchen bietet Studiengänge in den Bereichen Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau an. Die Studierenden absolvieren zugleich eine praktische Ausbildung in Unternehmen. 

HTW-Präsident lobt Kooperation

HTW-Saar-Präsident Dieter Leonhard sagte, er freue sich über die künftige Zusammenarbeit. Das bewährte Studienmodell der Berufsakademie stelle eine von der regionalen Wirtschaft nachgefragte und passgenaue, wertvolle Ergänzung des Studienangebots dar. Das könne man nun gemeinsam für die Region weiterentwickeln.

Auch Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) zeigte sich über die Kooperationspläne erfreut. Damit seien die Voraussetzungen geschaffen, dass das bewährte duale Studienmodell der ASW erhalten bleibe und sich nun mit der HTW Saar fortentwickeln könne.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 24.06.2020 berichtet.

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