Shisha (Foto: dpa)

Homburger Shisha-Bars haben nachgebessert

  03.08.2018 | 11:40 Uhr

Nachdem im vergangenen Jahr gleich mehrfach Shisha-Bars in Homburg bei Kontrollen negativ aufgefallen waren, hat das Gewerbeamt eine positive Entwicklung festgestellt. Dennoch gab es vereinzelte Beanstandungen wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentration und Verstößen gegen das Jugendschutzgesetzt.

2017 hatte es in Homburg Kontrollen in Shisha-Bars gegeben, bei denen bedenkliche Zustände aufgedeckt wurden. In Folge dessen mussten unter anderem zwei Lokalitäten wegen stark erhöhter Kohlenmonoxidmesswerte geräumt werden.

Bei erneuten Kontrollen im Juli dieses Jahres stellten die Prüfer Verbesserungen fest. "Die Zusammenarbeit hat sich äußerst positiv entwickelt, mit den Betreibern der Shisha-Bars, den Schornsteinfegern, der Bauaufsicht und auch dem Gewerbeamt. Es gab in den Gaststätten viele Umbaumaßnahmen bei den Belüftungsanlagen, die bestimmt nicht billig waren, sodass die CO-Werte absolut im grünen Bereich waren", wie Klaus Frank vom Gewerbeamt Homburg berichtet.

Beanstandungen in unterschiedlichen Maßen

Vereinzelt gab es aber dennoch Beanstandungen. In einem Betrieb schlugen die Messgeräte aus und zeigten gesundheitsschädliche Werte an. Da der Betreiber die geforderten Änderungen nicht umgesetzt hatte, schloss die Stadt das Lokal. Erst wenn der Betreiber die Auflagen des Gewerbeamtes erfülle, dürfe er seine Shisha-Bar wieder eröffnen.

In anderen Lokalen gab es keine Beanstandungen auf Grund der Kohlenmonoxid-Konzentration. Die Stadt hat jedoch Bußgeldverfahren wegen Tabak-Abgabe an Minderjährige und Verstoß gegen das Rauchverbot in geschlossenen Räumen eingeleitet. Des Weiteren wird es bei der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes und durch die Lebensmittelkontrolle Nachprüfungen geben. In diesem Bereich gab es unter anderem Mängel bei der Behandlung und Lagerung von Lebensmitteln insbesondere bei der Eiswürfelbereitung.

Gefahren des unsichtbaren Gases

Vergiftungen durch Kohlenmonoxid sind besonders gefährlich, weil man sie nicht bemerkt. Shisha-Raucher glauben häufig, dass sie Kopfschmerzen durch das Rauchen der Pfeifen haben. Doch oft ist es das unsichtbare und geruchslose Gas. Bei einer CO-Vergiftung kommt es zu starkem Sauerstoffmangel. Dabei kann es zum Beispiel zu Kopfschmerzen, aber auch in schlimmeren Fällen zu Herzrasen, Apathie, Krampfanfällen kommen. Im schlimmsten Fall können Betroffene an einer CO-Vergiftung sterben.

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