Gerichtssaal im Landgericht Saarbrücken (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Angeklagte gibt tödliche Schüsse auf Ex-Freund zu

Thomas Gerber / Onlinefassung: Sandra Schick   13.08.2019 | 12:19 Uhr

Im Prozess um den Tod eines Physiotherapeuten in Püttlingen hat die Angeklagte die Tat gestanden. Vor dem Saarbrücker Landgericht räumte die 58 Jahre alte Frau über ihren Anwalt ein, ihren früheren Lebensgefährten aus Wut und Eifersucht erschossen zu haben.

Der Anwalt erklärte, seine Mandantin bereue, was geschehen sei. Das äußerst knapp gefasste Geständnis ließ die Angeklagte von ihrem Verteidiger verlesen. Weitere Aussagen wollte sie nicht machen. Die 58-Jährige saß stattdessen zitternd und zusammengekauert auf der Anklagebank, den Kopf nach unten gebeugt.

Anklage geht von Mord aus

Geständnis im Köllerbacher Mordprozess
Audio [SR 3, Thomas Geber, 12.08.2019, Länge: 00:59 Min.]
Geständnis im Köllerbacher Mordprozess

Die Anklage wirft der Masseurin vor, den 46-jährigen Mann am Abend des 7. Februar 2019 mit vier Schüssen getötet zu haben, als er gerade seine Krankengymnastik-Praxis in Püttlingen abschließen wollte. Laut Staatsanwaltschaft besaß die Frau die Waffe als Mitglied eines Schützenvereins legal.

Bis zur Trennung 2012 waren die Angeklagte und das Opfer rund 16 Jahre miteinander liiert gewesen. Das berichtete die Mutter des Opfers im Prozess. Es sei eine "eigentlich harmonische Beziehung" gewesen. Der Bruch sei gekommen, als der Getötete eine neue Frau kennenlernte und sich vor gut fünf Jahren von der Angeklagten getrennt habe. Da sei die Angeklagte "am Boden zerstört" gewesen.

Das Verfahren wird am Dienstag fortgesetzt. Dann soll unter anderem die Witwe des Opfers aussagen, allerdings nicht unmittelbar im Gerichtssaal sondern per Video-Vernehmung. Das Urteil könnte am Mittwoch fallen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.08.2019 berichtet.

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