Wild- und Freizeitpark Klotten (Foto: picture alliance/dpa | Harald Tittel)

Park-Betreiber meldet sich nach tödlichem Unglück zu Wort

  08.08.2022 | 15:40 Uhr

Nach dem tödlichen Sturz einer Saarländerin aus einer Achterbahn in Klotten an der Mosel hat sich der Betreiber des Freitzeitparks zu Wort gemeldet. Die gesamte Belegschaft sei nach wie vor "geschockt und fassungslos", teilte der Park-Betreiber auf seiner Webseite mit. Wegen Ermittlungen war der Park auch am Montag geschlossen.

Am Samstagnachmittag ist eine 57-jährige St. Wendlerin bei einem Achterbahn-Unglück im Freizeitpark Klotten ums Leben gekommen. Die Frau war aus bisher ungeklärten Umständen aus einer fahrenden Achterbahn gefallen.

Video [aktueller bericht, 08.08.2022, Länge: 1:34 Min.]
Ermittler untersuchen Freizeitpark-Unglück in Klotten

Nach ersten Ermittlungen war sie offenbar in einer Kurve in ihrem Sitz ins Rutschen gekommen und acht Meter in die Tiefe gestürzt. Sie starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch am Unfallort.

Beleidsbekundung auf Internetseite

Der Parkbetreiber ließ den Park am Sonntag geschlossen und hat auf seiner Homepage bekanntgegeben, dass der Freizeitpark auch am Montag nicht öffnen wird. Mit der Schließung wolle man die Behörden bei einer möglichst schnellen Aufklärung unterstützen. Wie der Parkbetrieb weitergehe, könne man bisher auch nicht abschätzen.

Am Montag richtete sich der Parkbetreiber auf seiner Webseite außerdem an die Angehörigen des Unfallopfers. „Wir möchten auf diesem Weg unser tiefempfundenes Mitgefühl der Familie, den Angehörigen und Freunden aussprechen!“ Das Klotti-Team sei nach wie vor geschockt und fassungslos.

Nach Angaben des größten Freizeitparks in Deutschland, dem Europa-Park im südbadischen Rust, gelten für die gesamte Branche strenge Sicherheitsvorschriften. Grundsätzlich unterlägen alle Fahrgeschäfte sehr strengen externen Kontrollen, sagte der Europa-Park der Deutschen Presse-Agentur. Der TÜV prüfe jede Anlage, gebe sie frei und prüfe sie auch danach in regelmäßigen Abständen.

Obduktion soll Klarheit bringen

Ein Gutachter soll nun klären wie es zu dem Unfall in Klotten kommen konnte. Dazu soll die Achterbahn auf eine mögliche Unfallursache untersucht werden.

Die Ermittler haben außerdem sämtliche Genehmigungen und Prüfunterlagen für die Anlage angefordert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll zudem die Leiche der 57-Jährigen obduziert werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.08.2022 berichtet.

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