Die Notaufnahme eines Krankenhauses (Foto: dpa/Hauke-Christian Dittrich)

Notfallpatienten sollten nicht zögern

  02.11.2020 | 11:41 Uhr

Saarländische Kliniken raten Patienten trotz steigender Corona-Fallzahlen dazu, bei akuten Krankheitsbildern die Notaufnahme aufzusuchen. Während der ersten Infektionswelle im Frühjahr habe man ein deutliches Zögern der Patienten festgestellt. Doch das könne verheerende Folgen haben.

Noch könne man mit Blick auf einen möglichen Rückgang der Notfallpatienten kein belastbares Bild abgeben, da die Corona-Zahlen erst seit Kurzem wieder rapide anstiegen, sagte Kristin Schäfer, Sprecherin des Klinikums Saarbrücken dem SR.

"Patienten sollten nicht zögern"

Dennoch müsse man damit rechnen, dass ähnlich wie im Frühjahr auch in der zweiten Coronawelle viele Patienten Angst hätten, ein Krankenhaus aufzusuchen. Doch das könne oftmals fatale Folgen haben. Unsere Botschaft ist deshalb: Die Notfallversorgung ist auch im Pandemiefall saarlandweit gesichert. Mit schweren Erkrankungen und akuten Krankheitsbildern wie Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt sollten Patienten nicht zögern, sich in einer Notaufnahme vorzustellen“, so Schäfer.

Auch die Homburger Uniklinik rät dazu, im Zweifelsfall nicht zu zögern. Gerade bei Beschwerden, die für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall charakteristisch seien, sollte möglichst zeitnah medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden, sagt der ärztliche Leiter der Notaufnahme, Sebastian Ewen. „Die potenziellen Gefahren jener meistens gut zu therapierenden Krankheitsbilder sind deutlich schwerwiegender, als das Risiko sich im Krankenhaus am SARS-CoV-2-Virus zu infizieren“.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja