Krankenschwester und Pflegekraft kümmern sich um einen Covid-19-Patienten. (Foto: dpa/Jens Büttner)

Intensivmediziner bewerten Lage unterschiedlich

  13.04.2021 | 07:26 Uhr

Die Zahl der Corona-Patienten in saarländischen Kliniken steigt langsam aber stetig – auch auf den Intensivstationen. Während das Klinikum Saarbrücken die aktuelle Situation als angespannt bezeichnet, bleibt das Homburger Uniklinikum noch gelassen.

Die Auslastung der intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten im Klinikum Saarbrücken sei derzeit hoch, sagte der ärztliche Direktor Christian Braun dem SR. Die Lage sei angespannt. Braun fordert von der Politik daher geeignete Mittel, um das Infektionsgeschehen einzudämmen und den Anstieg an Covid-Patienten zu bremsen.

Kontakte müssten möglichst niedrig gehalten werden, um "dem Virus den Nährboden zu entziehen". Zudem müssten die Schutz- und Hygienemaßnahmen noch weiter intensiviert werden.

Lepper bleibt gelassen und lobt Saarlandmodell

Video [aktueller bericht, 12.04.2021, Länge: 3:18 Min.]
Lungenfacharzt Lepper (UKS) verteidigt Saarland-Modell

Der Leiter der Lungen-Intensivmedizin an der Uni-Klinik Homburg, Philipp Lepper, bleibt hingegen noch gelassen. Er befürchtet derzeit im Saarland keine Überlastungen der Intensivstationen. Das Saarland habe traditionell viele Intensivbetten, sagte Lepper im SR Fernsehen.

Der Intensivmediziner betonte, auch mit Blick auf die Erfahrungen von 2020 sei er zuversichtlich, dass die Zahl der Intensivbetten auch bei steigenden Infektionszahlen ausreichen werde. Lepper stellte sich zudem klar hinter das Saarlandmodell. Es sei ein "richtiger Schritt, kalkuliert etwas zu wagen". Das Saarlandmodell werde an der Uniklinik positiv aufgenommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.04.2020 berichtet.

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