Krankenhäuser im Saarland: Knappschaftskrankenhaus in Püttlingen (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Püttlinger Klinik von Behandlungsfehler-Vorwurf überrascht

mit Informationen von Barbara Spitzer   22.04.2022 | 20:24 Uhr

Das Knappschaftsklinikum in Püttlingen hat sich von dem jüngsten Vorwurf zu möglichen Behandlungsfehlern und dem Verdacht der fahrlässigen Tötung überrascht gezeigt. Die Vorwürfe waren in dem Prozess gegen einen St. Ingberter Pathologen wegen mutmaßlicher Falschdiagnosen erhoben worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen acht Ärzte und Ärztinnen der Püttlinger Tumorkonferenz. Es geht um mögliche Behandlungsfehler und den Verdacht der fahrlässigen Tötung.

Klinik: Keine Auffälligkeiten festgestellt

Auf SR-Anfrage teilte die Klinik mit, weder interne noch externe Untersuchungen hätten nach dem Tod eines Patienten Auffälligkeiten ergeben. Sie betonte, dass der Todesfall ein Rückschlag für das gesamte Team gewesen sei. Die Püttlinger Klinik ist seit 15 Jahren ein zertifiziertes Darmkrebszentrum.

Die aktuellen Vorwürfe waren im Prozess um Falschdiagnosen eines Pathologen erhoben worden. Durch eine solche Fehldiagnose soll die fatale Operation überhaupt erst ausgelöst worden sein. Laut einem Gutachter wurden in der Folge Behandlungsfehler gemacht. Komplikationen seien zu spät behandelt worden. Zudem hätte ein minimalinvasiver Eingriff gereicht.

Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht am 22.04.2022.

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