Reste nach dem Essen in einer Kita (Foto: Imago/Bildwerk)

Ein Dutzend Fremdkörper in Kita-Essen

mit Informationen von Patrick Wiermer   04.09.2018 | 18:24 Uhr

Seit Februar sind in sieben städtischen Kitas in Saarbrücken Fremdkörper im Essen gefunden worden. Alle Einrichtungen werden vom selben Caterer beliefert. Das teilte Bildungsdezernent Thomas Brück auf Anfrage der Grünen mit.

Insgesamt seien zwölf Vorfälle registriert worden, sagte Brück in der Stadtratssitzung am Dienstag. Gefunden wurden unter anderem Schnüre, Reste eines Spülschwamms, Plastikfolie und ein Einmalhandschuh. Die Stadtverwaltung habe bereits mehrfach mit dem Caterer gesprochen, das Essen würde entsprechend kontrolliert.

Beweislage schwierig

Außerdem sei eine Abmahnung in Vorbereitung. Eine außerordentliche Kündigung sei indes „schwierig“. In den meisten Fällen konnten keine Beweismittel gesichert werden. Zudem sei es schwierig zu ermitteln, ob die Fremdkörper tatsächlich in der Großküche des Catereres ins Essen gelangt waren.

Grünen fordern Kündigung

Fremdkörper im Kita-Essen
Audio [SR 1, Isabelle Tentrupp, Patrick Wiermer, 04.09.2018, Länge: 03:13 Min.]
Fremdkörper im Kita-Essen

Die Grünen im Saarbrücker Stadtrat pochen indes weiter darauf, dem Caterer zu kündigen. “Nach der Fragestunde sehen wir uns darin bestätigt, dass das betroffene Catering-Unternehmen mehrmals gegen seine Sorgfaltspflicht verstoßen hat und das Vertrauen in den Betrieb erheblich erschüttert ist", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Karin Burkart. Auf der einen Seite stünden die vielen Vorfälle mit Fremdkörpern. Auf der anderen Seite gebe es viele Beschwerden seitens der Eltern über die schlechte Qualität des Essens.

Zum 1. Februar war die Belieferung der städtischen Kitas mit Essen neu vergeben und europaweit ausgeschrieben worden. Doch gleich zum Start hatte es Beschwerden gegeben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 04.09.2018 berichtet.

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