Nachbildung der Justitia neben einem Aktenstapel (Foto: dpa Bildfunk)

Beamter wegen Kinderporno-Vorwürfen degradiert

  28.05.2019 | 10:47 Uhr

Das saarländische Finanzministerium ist mit dem Versuch gescheitert, einen Beamten, der Kinderpornos erworben haben soll, aus dem Dienst zu entfernen. Ein Sprecher des Saarländischen Verwaltungsgerichts bestätigte dem SR entsprechende Zeitungsberichte.

Der Mann behält seinen Beamtenstatus, wurde am Montag aber in einem Disziplinarverfahren um eine Besoldungsstufe degradiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 2015 hatte der Beschuldigte in der Sache einen Strafbefehl akzeptiert, gegenüber seinem Dienstherrn die Vorwürfe bislang aber bestritten.

Das BKA war 2013 auf den Mann aufmerksam geworden, nachdem kanadische Ermittler einen internationalen Kinderpornoring zerschlagen hatten. Über die Firma „Azov Films“ wurden in Osteuropa gedrehte Filme weltweit über das Internet vertrieben. Gegen hunderte Kunden wurde ermittelt, unter ihnen auch der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy.

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