Eine Oma füttert ihr Enkelkind. (Foto: IMAGO / Petra Schneider)

Oma und Opa für Kinderbetreuung weiter sehr gefragt

  20.08.2022 | 19:05 Uhr

Im Bereich der Kinderbetreuung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Heute besuchen etwa deutlich mehr Kinder unter drei Jahren eine Kita als noch vor 15 Jahren. Trotzdem ist die Hilfe der Großeltern bei der Kinderbetreuung so gefragt wie eh und je.

Seit 2013 haben Kinder ab dem zweiten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kita. Das ist ein möglicher Grund dafür, dass sich der Anteil der Kinder unter drei Jahren in der öffentlichen Kinderbetreuung deutlich erhöht hat. Wurde 2006 im Saarland noch jedes zehnte Kind zwischen null und drei Jahren öffentlich betreut, war es 2021 bereits mehr als jedes vierte.

Trotz diesem deutlichen Anstieg, spielen auch die Großeltern nach wie vor eine wichtige Rolle. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie, die die Bedeutung der Großeltern bei der Betreuung über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren untersucht hat.

Positiver Effekt für Wohlbefinden der Eltern

Bei Kindern unter drei Jahren liegt der Anteil der Kinder, die auch von ihren Großeltern betreut werden, etwa bei über 50 Prozent. "Bei den Fünfjährigen sind es nahezu 60 Prozent", heißt es in der Studie. Die Großeltern sind der Studie zufolge dabei oft Teil einer Betreuungskombination, zu der auch öffentliche Kindereinrichtung wie Kita oder Ganztagsschule zählen.

Die Studie hat zudem auch untersucht, wie sich die Betreuung auf das Wohlbefinden der Eltern und Enkel auswirkt. Das Ergebnis: Eltern, die in der Betreuung ihrer Kinder durch die Großeltern unterstützt werden, sind deutlich zufriedener mit ihrer Kinderbetreuung und auch mit ihrer Freizeit. Für das Wohlergehen der Kinder spielt es hingegen laut der Studie kaum eine Rolle, wie stark die Großeltern in die Betreuung mit eingebunden sind.

Für die Studie "Oma und Opa gefragt?" haben das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin und das Bundesinsitut für Bevölkerungsforschung die Betreuungssituation von Kindern zwischen 1997 und 2019 ausgewertet.

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