Das Rathaus in Lebach (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Keine Schadstoff-Funde in Polizeiinspektion Lebach

mit Informationen von Thomas Gerber   08.09.2021 | 18:18 Uhr

In der Frage einer möglichen Schadstoffbelastung in den Räumen der Polizeiinspektion Lebach hat das Landespolizeipräsidium zumindest Teilentwarnung gegeben. Bei Messungen der Raumluft seien die sogenannten "Vorsorgewerte" unterschritten worden.

Landespolizeipräsident Norbert Rupp hatte die Schadstoff-Messungen in der Polizeiinspektion Lebach in Auftrag gegeben. Zuvor hatte die Gewerkschaft GdP Alarm geschlagen: Rund 20 der 60 Bediensteten klagten über Reizungen der Augen und Atemwege. Sie befürchteten, dass in dem maroden Siebziger-Jahre-Bau Formaldehyd freigesetzt werde.

Die Prüfung darauf und auf andere chemische Stoffe hat keine Beanstandungen gebracht. Ob sich in den Räumen Schimmelpilze breitgemacht haben, ist laut Polizeipräsidium noch unklar - diese Ergebnisse lägen noch nicht vor.

Arbeitsmediziner eingeschaltet

Nachdem bekanntgeworden war, dass Anfang des Jahres die Stadt als Vermieter nach einem Wasserschaden Böden abschleifen ließ und dabei krebserregende Asbeststäube entstanden sein könnten, ist die Verunsicherung in der Lebacher PI aber nach wie vor groß. Drei sogenannte Dienstunfallanzeigen sind zwischenzeitlich erstattet worden.

Da Asbestfasern erst nach Jahren ihre schädigende Wirkung entfalten, hat das Innenministerium, wie es erklärt, aus "Fürsorgegründen" einen Arbeitsmediziner zur Langzeitbeobachtung eingeschaltet. Betroffene Polizeibeamte könnten ihren Gesundheitszustand dort extern überwachen lassen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 08.09.2021 berichtet.

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