Samuel Yeboah (Foto: SR)

Bisher keine Festnahme im Fall Samuel Yeboah

Mit Informationen von Barbara Spitzer   06.08.2021 | 19:27 Uhr

Ein Jahr nach Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Mord an dem Asylbewerber Samuel Yeboah hat sich die Hoffnung auf rasche Aufklärung vorerst zerschlagen. Trotz einer heißen Spur, die im Januar zu einem Tatverdächtigen in Saarlouis-Fraulautern führte, hat es nach Auskunft der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bislang keine Festnahme gegeben.

Die Ermittlungen zu dem mutmaßlich rechtsextremistisch motivierten Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Saarlouis am 19. September 1991 waren nach einem neuen Hinweis im Frühjahr wieder aufgenommen worden. Der aus Ghana stammende Samuel Yeboah war bei dem Anschlag ums Leben gekommen. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen 49-Jährigen mutmaßlichen Rechtsextremisten handeln.

Zahlreiche Gruppierungen hatten seit der Tat immer wieder Aufklärung und ein zentrales Gedenken gefordert. Am 19. September soll es künftig alljährlich ein zentrales Gedenken an Yeboah geben. Im Gespräch sind außerdem ein Mahnmal und eine Gedenktafel am damaligen Tatort.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktueller bericht" im SR-Fernsehen vom 06.08.2021 berichtet.

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