Oktober 2017: Greenpeace zündet Feuerwerk in Cattenom (Foto: dpa)

Keine Gefängnisstrafe für Greenpeace-Aktivisten

Barbara Spitzer   15.01.2020 | 17:01 Uhr

Die neun Greenpeace-Aktivisten, die vor gut zwei Jahren ein Feuerwerk auf dem Cattenom-Gelände gezündet haben, müssen doch nicht ins Gefängnis. Das Landgericht Metz hat die Aktivisten in zweiter Instanz zu Geldstrafen zwischen 1000 und 1800 Euro verurteilt. Das teilte ein Greenpeace-Sprecher auf SR-Anfrage mit.

In erster Instanz in Thionville waren die neun Angeklagten zu Haftstrafen verurteilt worden, zwei davon ohne Bewährung. Die Greenpeace-Aktivisten waren im Oktober 2017 auf das Gelände des Atomkraftwerks gelangt und hatten dort ein Feuerwerk gezündet. Damit wollten sie nach eigenen Angaben zeigen, wie schlecht das AKW gegen mögliche Angriffe von Terroristen geschützt ist.

Video [aktueller bericht, 15.01.2020, ab 16:40 Min.]
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Die Aktivisten hatten ihr militantes Vorgehen wegen angeblicher Gefahr in Verzug gerechtfertigt, dem folgten die Richter in Metz nicht. Allerdings habe das Gericht anerkannt, dass ein Sicherheitsrisiko am AKW bestehe, so der Greenpeace-Sprecher. Ob Greenpeace das Urteil anfechten will, sei noch offen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.01.2020 berichtet.

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