Leitungswasser fließt in ein Glas. (Foto: picture alliance/Lukas Schulze/dpa)

Chlorung von Dillinger Trinkwasser dauert an

  09.10.2019 | 16:24 Uhr

In Teilen von Dillingen muss das Trinkwasser weiterhin abgekocht werden. Am Freitag waren dort Keime vom Typ Pseudomonas aeruginosa gefunden worden. Das Wasser wird derzeit gechlort. Das kann noch einige Wochen andauern.

Am vergangenen Wochenende waren mehrere Leitungsabschnitte, in denen die Keime möglicherweise ins Wasser gelangt sein könnten, vom Netz getrennt und desinfiziert worden. Das habe zu einer deutlichen Reduzierung der Keimzahl geführt, teilten die Stadtwerke Dillingen am Mittwoch mit. Nur an fünf von 18 untersuchten Stellen wurde noch eine geringe Verkeimung mit Pseudomonas aeruginosa im Bereich Übern Berg und Pachten festgestellt.

Video [aktueller bericht, 09.10.2019, Länge: 3:25 Min.]
Weiterhin Chlorung des Trinkwassers in Dillingen

Trinkwasser wird gechlort

Kollegengespräch: "Es braucht nur eine kleine Lücke in diesem geschlossenen System"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Gerd Heger/Caroline Uhl, 08.10.2019, Länge: 02:11 Min.]
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Das Wasser wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Saarlouis vorsorglich gechlort. Betroffen sind die Netzbereiche Innenstadt Dillingen, Überm Berg und Pachten. Die Stadtwerke teilten mit, das Wasser werde so lange gechlort, bis eine einwandfreie mikrobiologische Qualität nachgewiesen werden kann. Das könne einige Wochen andauern. Bei ersten Nachuntersuchungen wurde am Mittwoch bereits eine geringe Chlorkonzentration im Trinkwasser festgestellt.

Gechlortes Wasser muss für die Körperreinigung sowie für die Zubereitung von Speisen und Getränken abgekocht werden. Für Säuglingsnahrung sollten Verbraucher auf in Flaschen abgefülltes oder abgekochtes chlorfreies Wasser zurückgreifen. Auch für Aquarien ist das gechlorte Wasser ungeeignet.

Pseudomonas aeruginosa spielt im Normalfall für gesunde Menschen eine untergeordnete Rolle. Bei Menschen mit Vorerkrankungen oder Harnwegskathetern kann er aber zu Entzündungen führen. Gefährdete Menschen sollten das Trinkwasser vor Gebrauch bis auf Weiteres abkochen. Dazu reicht es aus, wenn das Wasser einmal sprudelnd aufgekocht wird.

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.10.2019.

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