Monika Bachmann (CDU) (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Gewässer-Keime: Bachmann kündigt Konsequenzen an

  22.08.2018 | 16:17 Uhr

Nach den SR-Gewässertests auf gefährliche Keime hat die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) Konsequenzen angekündigt. Welche das sein werden, ist allerdings offen. Linke und Grüne erheben derweil konkrete Forderungen.

Bei den SR-Gewässerproben waren in Bostalsee und Losheimer Stausee geringe Mengen an antibiotikaresistenten Keimen gefunden worden. In Saar, Erbach und Köllerbach wurden hinter Kläranlagen größere Konzentrationen gemessen. Gesundheitsministerin Bachmann erklärte daraufhin, sie wolle mit dem Umweltministerium und dem Entsorgungsverband Saar über das weitere Vorgehen beraten.

Video [aktueller bericht, 22.08.2018, Länge: 3:23 Min.]
Reaktionen der saarländischen Politik auf SR-Gewässertests

Linke fordert Antibiotika-Verbot in der Tierhaltung

Als Reaktion auf die Tests fordern Linke und Saar-Grüne nun eine Nachrüstung der saarländischen Kläranlagen. Die Linke plädiert zudem dafür, in der Nutztierhaltung weniger Antibiotika einzusetzen. "Reserveantibiotika, die für die Behandlung von Menschen besonders wichtig sind, sollten in der Tierhaltung ganz verboten werden. Umweltverbände warnen seit langem, dass Gülle aus Schweineställen multiresistente Keime in die Umwelt trägt“, so der umweltpolitisch Sprecher der Linken, Ralf Georgi. Die Grünen verlangen außerdem einen landesweiten Atlas zur Belastung der Gewässer mit gefährlichen Keimen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 22.08.2018 berichtet.

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