Gumkiller, Mülleimer für alte Kaugummis (Foto: ZKE)

Saarbrücken geht gegen Kaugummi-Verschmutzung vor

  06.09.2018 | 08:05 Uhr

Sie kleben unter den Fußsohlen und einmal festgetreten, sind sie nur schwer zu entfernen: achtlos ausgespuckte Kaugummis. Alleine die Reinigung der Fußgängerzone in Saarbrücken kostet die Stadt pro Reinigung gut 100.000 Euro. Deshalb macht der Entsorgungsbetrieb ZKE heute noch einmal auf die Problematik aufmerksam.

Mit einem Infostand vor der Europagalerie sollen die Bürger weiter für das Thema sensibilisiert werden. Auf dem Platz werden spezielle Abfallbehälter für die Kaugummis aufgestellt, zudem wird der Boden mit einer Spezialmaschine gereinigt.

Mehr als 100.000 Euro Kosten für Reinigung

Reinigungsmaschine der ZKE (Foto: ZKE/Pressefoto)
Reinigungsmaschine der ZKE

Dieses Reinigungsgerät hat der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) im Mai angeschafft. Es reinigt den Boden mit rotierenden Hochdruckdüsen und Warmwasser. Der bislang eingesetzte "Walser Top Cleaner" sei in die Jahre gekommen - zudem seien die rotierenden Bürsten nicht dafür geeignet, den neuen Belag an der Berliner Promenade und Rabbiner-Rülf-Platz zu reinigen.

Die Entfernung der Kaugummi-Reste vom Boden ist nicht günstig: Der ZKE kalkuliert mit etwa 2,60 Euro pro Quadratmeter. Wird die Fußgängerzone nach Abschluss der Bauarbeiten wie geplant künftig einmal pro Jahr von Kaugummis befreit, summieren sich diese Kosten bei der großen Fläche auf mehr als 100.000 Euro. "Vielen Menschen ist es einfach nicht bewusst, wie viel Arbeit ein ausgespuckter und festgetretener Kaugummi machen kann", sagte ZKE-Sprecherin Judith Pirrot SR.de.

Kaugummi ausspucken ist eine Ordnungswidrigkeit

Auch deshalb sei es wichtig, immer wieder auf das Thema hinzuweisen. Einen ersten Erfolg der regelmäßigen Sauberkeitskampagnen sieht Pirrot jedoch: Das Problem mit den ausgespuckten Kaugummis habe in den vergangenen Jahren zumindest nicht zugenommen.

Kaugummis einfach auf den Boden zu spucken, ist in Saarbrücken übrigens eine Ordnungswidrigkeit. Wer dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen.

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