Tierschützer und Feuerwehr fangen die vernachlässigten Katzen im Almet in St. Arnual  ein. (Foto: Imago Images/BeckerBredel)

Tote und verwahrloste Katzen in Gartenlaube entdeckt

  08.03.2021 | 09:53 Uhr

In einem Haus in Saarbrücken-St. Arnual sind am Sonntag zahlreiche Katzen und Kadaver entdeckt worden. Ein Zeuge hatte die Polizei und den Tiernotruf alarmiert. Bislang konnten 32 Tiere gerettet werden.

Aus dem Haus hörte der Mann ein klägliches Geschrei mehrerer Katzen und nahm auch einen starken Verwesungsgeruch wahr. Daraufhin informierte er den Tiernotruf des Saarlandes und die Polizei.

Video [aktueller bericht, 08.03.2021, Länge: 3:05 Min.]
Tote und verwahrloste Katzen in St. Arnual entdeckt

Arbeiten werden heute fortgesetzt

Grausiger Katzenfund in Saarbrücker Gartenlaube
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 08.03.2021, Länge: 03:03 Min.]
Grausiger Katzenfund in Saarbrücker Gartenlaube

Die Beamten fanden ein völlig vermülltes Grundstück mitsamt einem Gartenhaus vor. Die Berufsfeuerwehr öffnete das Gebäude gewaltsam und entdeckte schon bei der ersten Sichtung eine große Zahl toter und lebender, offensichtlich verwahrloster Katzen ausmachen. Die Einsatzkräfte riefen das Landesamt für Verbraucherschutz und Mitarbeiter des Bertha-Bruch-Tierheims hinzu.

Bis Montagmorgen konnten 32 lebende, verwahrloste Katzen eingefangen und ins Tierheim gebracht werden. Im Gebäude befanden sich außerdem mehrere verendete Katzen sowie, nach erster Sichtung, rund 150 bis 200 Tierkadaver in Müllsäcken.

Strafanzeigen gegen 73-Jährige

Die Gartenlaube gehört nach Polizeiangaben einer 73 Jahre alten Frau. Gegen sie wurden mehrere Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.03.2021 berichtet.

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