Ein Taucher steigt in ein Rettungsboot der DLRG ein (Foto: SR)

Großübung im Kreis Saarlouis

  29.08.2019 | 18:24 Uhr

Am Samstag haben in Saarlouis zahlreiche Einsatzkräfte den Katastrophenfall geübt: Behörden und verschiedene Hilfsorganisationen simulierten einen Bombenfund. Das Übungsszenario war sehr realistisch.

Im gesamten Landkreis Saarlouis waren zwischen 8.00 und 18.00 Uhr Einsatzkräfte mit Blaulicht, Martinshorn und Lautsprecherdurchsagen unterwegs. Grund war eine großangelegte Katastrophenschutzübung im Gebiet Saarlouis-Wallerfangen-Dillingen.

Video [aktueller bericht am Samstag, 31.08.2019, Länge: 2:56 Min.]
Katastrophenschutzübung im Landkreis Saarlouis

Katastrophenschutzübung in Saarlouis (31.08.2019)
Audio [SR 3, (c) SR, 31.08.2019, Länge: 05:21 Min.]
Katastrophenschutzübung in Saarlouis (31.08.2019)

Über Homepage, App und Facebook informierte die Pressestelle des Landkreises die Bürger. Entsprechende Meldungen wurden mit "ÜBUNG" gekennzeichnet. Außerdem waren sogenannte Klingeltrupps unterwegs und informierten Bürger an der Haustür.

Übungsszenario war der Fund einer Weltkriegsbombe im Bereich der L 170 in Wallerfangen. Ein Szenario, das nach Auskunft des Landratsamts "definitiv" wahrscheinlich sei. Zwar wisse man nicht, wie viele Blindgänger noch im Boden liegen, aber es ist davon auszugehen, dass bei Bauarbeiten auch künftig Weltkriegsbomben entdeckt würden.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Erst Ende Juli war bei Bauarbeiten in Überherrn eine Fliegerbombe entdeckt worden. Geschehe dies etwa in einem Wohngebiet oder in der Innenstadt, müsse der Katastrophenfall ausgerufen werden. "Wir wollen uns auf den Ernstfall so gut es geht vorbereiten und mit den Hilfsorganisationen Hand in Hand üben, um im Falle möglicher Katastrophenlagen schnell und taktisch klug zum Wohle der Bevölkerung reagieren zu können", sagte Landrat Patrik Lauer, Leiter des Katastrophenschutzstabes.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 31.08.2019 berichtet.

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