Ein Arzt hält Stethoskop in der Hand (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Arno Burgi)

Saar-Kassenärzte beklagen Millionen-Einbußen

mit Informationen von Andreas Kindel   03.06.2022 | 06:47 Uhr

Der Bevölkerungs-Rückgang im Saarland macht jetzt zunehmend auch den Kassenärzten zu schaffen. Der Grund: Ihr Honorar richtet sich auch nach der Zahl der gesetzlich Versicherten im Land. Die Kassenärztliche Vereinigung spricht von Millionenverlusten.

Laut KV-Chef Gunter Hauptmann hat man in den letzten vier Jahren im Saarland 14.500 gesetzlich Versicherte verloren. Für die Mediziner bedeute das fast sechs Millionen Euro weniger Vergütung im Jahr.

Düstere Aussichten

Und auch die weiteren Zukunftsaussichten sind düster: Schon vor vielen Jahren ist die Einwohnerzahl im Saarland unter die Millionengrenze gesunken. Nach Vorausberechnungen könnten es in 40 Jahren nur noch 800.000 sein.

Steigende Kosten

Neben den Einnahme-Verlusten haben die Ärzte jetzt auch mit kräftigen Kostensteigerungen zu kämpfen. Die nächsten Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen im kommenden August würden "heftiger", so Hauptmann. Die Krankenhäuser hätten bereits eine Vorlage gegeben - und schon mal einen Inflations-Ausgleich gefordert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.06.2022 berichtet.

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