Die Handschuhe des Prinzenpaares sind mit ihren Namen bestickt. Thorsten und Alex. (Foto: picture alliance/Fabian Strauch/dpa)

Künftig gleichgeschlechtliche Paare für Prinzenpaarwahl zugelassen

  06.10.2020 | 11:50 Uhr

Bei der Wahl zum saarländischen Prinzenpaar des Jahres sind künftig auch gleichgeschlechtliche Paare zugelassen. Ein Fragezeichen steht aber noch über der kommenden Session: Ganz ausfallen lassen will man sie nicht, aber es sind kreative Lösungen gefragt.

Die Wahl zum saarländischen Prinzenpaar des Jahres hatte im Januar für kontroverse Diskussionen gesorgt, weil das lesbische Paar des Kleinblittersdorfer Vereins "Die Rebläuse" aufgrund der Satzung zunächst von dem Wettbewerb ausgeschlossen worden war.

Diese Satzung wird nach einem Beschluss der Jahreshauptversammlung des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) vergangene Woche nun überarbeitet. Mit großer Mehrheit stimmten die Vereinsvertreter für die Änderung. Die Wettbewerbsbedingungen würden nun so geändert, dass "künftig auch andere gesellschaftlich anerkannte Zweiergemeinschaften" daran teilnehmen könnten, sagte VSK-Präsident Hans-Werner Strauß dem SR.

Jeder fünfte Verein hat Veranstaltungen abgesagt

Ob die Wahl aber in der kommenden Session überhaupt stattfinden kann, hängt von der Entwicklung der Corona-Situation ab. So wie bei vielen anderen Fastnachtsveranstaltungen. Viele Vereine haben die Planungen bereits auf Eis gelegt.

"Rund 20 Prozent unserer Mitgliedsvereine haben bereits gesagt: Wir machen gar nichts", sagte Strauß. Die anderen würden noch abwarten. "Wir sind erst Anfang Oktober. Die Fastnacht selbst ist Ende Januar, Anfang Februar. Bis dahin kann es sich sowohl in die eine Richtung, wie auch in die andere Richtung noch einmal entwickeln."

Video [aktueller bericht am Sonntag, 04.10.2020, Länge: 2:20 Min.]
Stand der Dinge zur kommenden Fastnachtssession

Session nicht einfach in die Mottenkiste legen

Der Wunsch, die Fastnacht in einer angepassten Form stattfinden zu lassen, ist auf jeden Fall da. "Ich bin sicher, die Vereine sind kreativ und sie sind auch gewillt, diese Session nicht einfach so in die Mottenkiste zu legen", so Strauß. Aber er betont auch: "Bei allen Überlegungen geht die Gesundheit vor."

Fest eingeplant ist derzeit die Sessionseröffnung am 11.11. auf dem Parkplatz vor der Neunkircher Gebläsehalle. Dafür habe der Verband ein Hygienekonzept erarbeitet, so Strauß. Sollte sich die Infektionslage aber weiter zuspitzen, würde die Veranstaltung noch abgesagt.

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