Ralf Näher  (Foto: SR)

Ralf Nähers Kampf gegen die Zwangsverrentung

Wolfram Jung / Onlinefassung: Kathrin Paul   19.01.2020 | 12:51 Uhr

Nach einem Schlaganfall hat Ralf Näher sich zurück ins Leben gekämpft. Statt früh in Rente zu gehen, entschied er sich dafür, wieder arbeiten zu wollen. Doch mit seiner Entscheidung für die Arbeitswelt stand ihm der nächste große Kampf bevor.

Ralf Näher war eigentlich schon tot, aber er wachte wieder auf. Er sollte eigentlich nie wieder gehen können, aber er geht wieder. Doch nach allem was Ralf Näher schon durchgestanden hat, ist sein schwerster Kampf der gegen die Zwangsverrentung.

Kampf gegen Zwangsverrentung (16.01.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 16.01.2020, Länge: 04:54 Min.]
Kampf gegen Zwangsverrentung (16.01.2020)

2013 hatte der gelernte Koch einen Schlaganfall. Die Ärzte verlegten Näher zum Sterben auf die Palliativstation. Doch er erwachte trotz aller Prognosen wieder aus dem Koma. Danach folgte eine fast einjährige Reha-Odyssee, in der Ralf Näher wieder lernte, sich zu bewegen und zu gehen. Er fasste den Entschluss: "Ich bin nicht bereit, an der Bettkante zu versauern, ich möchte eigenständig meinen Tagesablauf und mein Leben bestimmen."

Näher kämpft weiter

Aber sein Weg zurück ins Arbeitsleben gestaltet sich äußerst schwierig. Die Versicherung verweigert ihm die Rückkehr ins Berufsleben. Man empfiehlt ihm die Verrentung. Doch davon möchte Näher nichts wissen, er kämpft sich zurück. Es folgen mehrere Gesundheitsgutachten. Nach vier Jahren und einem langem Hin und Her gibt es für Ralf Näher 2019 endlich das Angebot für eine Wiedereingliederungsmaßnahme, die inzwischen fast abgeschlossen ist. Eine Arbeit hat der gelernte Koch bislang allerdings immer noch nicht. "Was es ist, ist mir im Prinzip eigentlich egal, hauptsache ich bin beschäftigt und kann der Menschheit allgemein etwas zurückgeben von dem, was ich erhalten habe.”

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Wir im Saarland - Das Magazin" vom 16.01.2020 berichtet.

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