Reifbedeckte Wiesen und Bäume bei Sonnenaufgang (Foto: dpa)

Kältester April in Deutschland seit 40 Jahren

  02.05.2021 | 09:14 Uhr

Frost statt Frühlingsgefühle: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der April in diesem Jahr deutschlandweit der kälteste April seit 40 Jahren. Das Saarland war mit einer Durchschnittstemperatur von 7,3 Grad noch die wärmste Region.

Seit 1980 gab es in Deutschland keinen so kühlen April mehr. Der Temperaturdurchschnitt lag im April 2021 mit 6,1 Grad Celsius um 2,9 Grad unter dem Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020. Frostig kalte Tage gab es viel häufiger als normalerweise um diese Jahreszeit. Mit knapp 13 Frosttagen im Mittel aller DWD-Stationen war es nach 1929 hierzulande der zweitfrostreichste April.

Wenig Niederschlag

Aber der Monat war nicht nur zu kalt, er war auch zu trocken. Mit rund 35 Litern pro Quadratmeter fiel fast 25 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel von 1991 bis 2020. Seit 2009 sei jeder April in Deutschland zu trocken gewesen, so der DWD.

Sonniges Saarland

Das Saarland war im Vergleich aller Bundesländer noch die wärmste Region. Hier betrug die Durchschnittstemperatur 7,3 Grad Celsius. Dennoch war es auch einer der frostreichsten Monate im langjährigen Vergleich. Allerdings war es dazu vergleichweise freundlich, denn mit 225 Sonnenstunden war das Saarland das zweitsonnigste Bundesland überhaupt.

DWD-Pressesprecher Uwe Kirsche betont: „Dieser April ändert nichts am Trend der Erderwärmung." Seit Aufzeichnungsbeginn 1881 habe sich die Monatsmitteltemperatur im April in Deutschland um knapp zwei Grad erhöht.

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