Jakobskreuzkraut (Foto: imago images / blickwinkel)

Jakobskreuzkraut breitet sich aus

  22.07.2019 | 10:56 Uhr

Das giftige Jakobskreuzkraut breitet sich auch im Saarland immer weiter aus. Laut Bauernverband gelangen die Pollen von den Straßenrändern aus vermehrt in angrenzende Wiesen.

Jakobskreuzkraut breitet sich immer weiter aus
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 26.07.2019, Länge: 02:47 Min.]
Jakobskreuzkraut breitet sich immer weiter aus

Vor allem für Pferde ist das Kraut besonders gefährlich. Sie vermeiden den Verzehr der "Blumen" als frischen Pflanzen im Gras zwar, weil die Stoffe, die giftig sind, bitter schmecken. Diese Bitterstoffe bauen sich aber in Silage oder im Heu ab. So geraten die Gifte ungehindert in die Pferdemägen, können schwere Vergiftungen auslösen und sogar zum Tod führen.

Im Vergleich dazu haben Kühe ein geringeres Risiko: Sie haben ein anderes Verdauungssystem und tolerieren eine vierfach höhere Menge an Jakobskreuzkraut. Deshalb sind Kühe wesentlich weniger gefährdet.

Für Menschen weniger gefährlich

Für Menschen ist das Jakobskreuzkraut weniger gefährlich, weil das Gift über die Nahrung aufgenommen werden muss und erst im Verdauungsprozess in der Leber entsteht. Die reine Berührung der Blüten mit der Hand löst dem Bauernverband zufolge wohl noch keine Vergiftungserscheinungen aus. Dennoch ist natürlich vom Pflücken für einen Wildblumen-Strauß abzuraten. Auf jeden Fall sollte nach Hautkontakt eine gründliche Reinigung erfolgen.

Da Pflanzenschutzmittel in den Wiesen in der Regel nicht erlaubt sind, hilft als Vorbeuge-Maßnahme nur das "aussortieren" und Schneiden per Hand vor dem Mähen der Wiese.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.07.2019 berichtet.

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