Ein totes Wildschwein liegt neben dem Warnschild "Achtung Jagd" (Foto: picture alliance / dpa | Patrick Pleul)

Saar-Jäger erlegen mehr Wildschweine

  22.08.2022 | 11:50 Uhr

Die saarländischen Jäger haben im vergangenen Jagdjahr knapp 10.900 Wildschweine geschossen. Damit liegt die Zahl der erlegten Schwarzkittel deutlich über der des Vorjahres, aber unter dem Rekord von vor zwei Jahren.

Das Jagdjahr 2019/20 – gerechnet wird bei den Jägern immer vom 1. April bis 31. März – hatte für die Jäger im Saarland einen Rekord mit sich gebracht. Gut 13.000 Wildschweine waren damals erlegt worden. Nach einem Einbruch in der Saison 2020/21 (6631 Tiere) wurden im vergangenen Jagdjahr knapp 10.900 Schwarzkittel geschossen.

Viele Bewegungsjagden ausgefallen

Johannes Schorr, Geschäftsführer der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, sagte der Deutschen Presse-Agentur in Saarwellingen, dies sei „die zweithöchste Strecke aller Zeiten im Saarland“. Man müsse beim aktuellen Ergebnis berücksichtigen, dass wegen Corona-Auflagen viele Bewegungsjagden ausgefallen seien. „Für das laufende Jagdjahr rechnen wir nicht zuletzt auch wegen der Trockenheit mit einer wiederum geringeren Strecke.“

Beim Rehwild sei mit gut 12.000 erlegten Tieren eine fast so hohe Zahl wie beim Rekord im Vorjahr erzielt worden. Vergleichsweise hoch lagen zudem die Zahlen beim Damwild (587) und Rotwild (217).

Räude beim Fuchs flächendeckend

In ihrer Jagdstrecke listen die saarländischen Jäger zudem rund 3000 erlegte Füchse auf. Die Zahl liege nun seit elf Jahren unter 4000. Zuvor hätten die Strecken regelmäßig zwischen 5000 und 7000 gelegen. Die Hautkrankheit Räude sei beim Fuchs im Saarland weiterhin flächendeckend vorhanden, hieß es.

Weitgehend stabil sei auch die „Dachsstrecke“. Es wurden nach Auskunft der Saar-Jäger rund 480 Tiere erlegt. Bei den Wildgänsen gab es einen leichten Anstieg auf rund 240 Tiere. Dies hänge vor allem damit zusammen, dass sich die invasiven, neueren Arten Nilgans und Kanadagans weiter verbreiteten.

Kaum Jagd auf Hasen und Kaninchen

Das typische Niederwild der landwirtschaftlichen Fläche – Hasen, Kaninchen, Fasane und Rebhühner – werde im Saarland nach wie vor zurückhaltend bejagt. Der Waschbär sei in mindestens 25 saarländischen Revieren gesichtet worden, der Marderhund nur in sechs. Vier Waschbären seien erlegt worden.

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