Ein Wildschwein im Wald (Foto: Pixabay/Annette Meyer)

Saar-Jäger stellen Wildschwein-Rekord auf

mit Informationen von Patrick Wiermer   25.08.2020 | 16:13 Uhr

Die Jäger im Saarland haben im vergangenen Jagdjahr mit mehr als 13.000 erlegten Wildschweinen einen Rekord erzielt. Ein Grund für die hohen Abschusszahlen ist nach Angaben der Vereinigung der Jäger des Saarlandes der vermehrte Einsatz von Nachtsichttechnik.

Der bisherige Landesrekord von gut 8800 Wildschweinen im Jagdjahr 2017/2018 ist nach Auskunft der Vereinigung der Jäger des Saarlandes, um fast 50 Prozent übertroffen worden. Es sei weiter wichtig, Wildschweinbestände gering zu halten, um eine Ausbreitung der drohenden Afrikanischen Schweinepest im Fall der Fälle im Saarland gering zu halten, sagt Geschäftsführer Johannes Schorr.

Wenig Eicheln und Bucheckern

Ein Grund für die hohen Abschusszahlen sei laut Schorr wohl der vermehrte Einsatz von Nachtsichttechnik bei der Jagd auf Wildschweine, die gerne nachts unterwegs sind. Hinzu komme, dass es im vergangenen Jagdjahr weniger Eicheln und Bucheckern als Nahrung für die Tiere in den Wäldern gab. Deshalb hätten Wildschweine spezielle Plätze mit ausgelegten Futtermitteln zum Anlocken und Erlegen mehr als sonst aufgesucht.

Auch viele Dachse geschossen

Einen weiteren Rekord vermeldet die Jäger-Vereinigung bei den Dachsen: Mit 513 seien gut 130 mehr als im Vor-Jagdjahr geschossen worden. Die Zahlen bei den Dachsen würden seit Jahren kontinuierlich nach oben gehen, sagte Schorr. Zudem vermeldeten die Saar-Jäger rund 3600 erlegte Füchse.

Die Zahl des geschossenen Rehwilds lag bei gut 10.000 Tieren. Sie bewege sich seit 25 Jahren stabil zwischen 9000 und 10.000 Tieren.

In der Jagd-Statistik sind auch zwei eingewanderte Arten. Vor allem im Nordsaarland wurden im vergangenen Jahr 14 Waschbären erlegt. Außerdem zwei Marderhunde - für die Saar-Jäger ein Hinweis darauf, dass sich beide Tierarten stärker im Saarland ausbreiten.

Mehr Jäger im Saarland

Derweil erfreut sich die Jagd im Saarland offensichtlich immer größerer Beliebtheit: Ende 2019 gab es mit 4917 Jägern rund 160 mehr als ein Jahr zuvor, berichtet Schorr. Die Corona-Pandemie habe sich auf die Einzeljagden nicht ausgewirkt. Bei den größeren Bewegungsjagden, die meist um den 15. Oktober losgehen, müssten entsprechende Abstände eingehalten werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.08.2020 berichtet.

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