Das Blaulicht eines Polizeiwagens (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Gesuchter fährt selbst zur Polizei

  24.06.2019 | 14:02 Uhr

Dumm gelaufen: Weil ein 65-Jähriger unbedingt persönlich Informationen über Einreisevoraussetzungen erhalten will, stattet er der Bundespolizei in Saarbrücken einen Besuch ab. Was er nicht ahnt: Die Beamten warten schon mit einem Haftbefehl auf ihn.

Am vergangenen Freitag staunten die Beamten der Bundespolizei in Saarbrücken nicht schlecht. Ein 65-jähriger Italiener meldete sich per Telefon auf der Dienststelle, um zu erfragen, wie für ihn die Einreisevoraussetzungen nach Deutschland seien.

Ihm wurde mitgeteilt, dass italienische Staatsangehörige grundsätzlich ohne Beschränkungen ein- und ausreisen können. Damit gab sich der Italiener allerdings nicht zufrieden und fuhr höchstpersönlich zur Dienststelle der Bundespolizei.

Ausrede: "Der Zwillingsbruder war's"

In der Zwischenzeit gaben die Beamten seine Daten in ihr System ein und stellten fest, dass der Italiener von der Staatsanwaltschaft Mannheim gesucht wird. Als der 65-Jährige in Saarbrücken ankam, erwarteten ihn die Beamten bereits mit einem Haftbefehl.

Zunächst stritt er noch alles ab und erklärte, der Gesuchte sei sein Zwillingsbruder. Nach einer kurzen Überprüfung stellte die Bundespolizei aber schnell fest, dass der Mann gar keinen Zwillingsbruder hat. Nun muss er die nächsten 530 Tage eine Restfreiheitsstrafe in Haft verbüßen.

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