Geigenbauer (Foto: SR)

200 Stunden für eine Geige

  17.11.2019 | 08:30 Uhr

Genauigkeit und Erfahrung sind für Instrumentenbauer von besonderer Bedeutung. Auch der Gitarren- und der Geigenbau bilden dabei keine Ausnahme. Die Brüder Elias und Heinz Tebbi sowie Kazuo Sato und sein Sohn Hideo führen die traditionsreichen Handwerke im Saarland fort.

Rund 200 Arbeitsstunden investieren Elias und Heinz Tebbi in jede ihrer Geigen. Mit dem Geigenbauatelier Tebbi setzen die Brüder in Saarbrücken eine Familientradition fort. Für ihr Handwerk sind Präzision und Geduld zwei der Grundvoraussetzungen, denn der Beruf des Geigenbauers erfordert Millimeterarbeit.

Auch die Wahl der Materialien ist wichtig. Um die Bögen der Geigen zu bespannen, verwenden die Brüder ausschließlich Pferdehaare – vorwiegend aus der Mongolei, weil die Tiere dort in der Natur leben. Dadurch sind die Haare der Pferde dicker und stabiler und reißen nicht so früh ab.  

Saarländische Geigen- und Gitarrenbaubetriebe (15.11.2019)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 15.11.2019, Länge: 29:19 Min.]
Saarländische Geigen- und Gitarrenbaubetriebe (15.11.2019)

Für den Gitarrenbauer Kazuo Sato und seinen Sohn Hideo spielt die Auswahl der Materialien ebenfalls eine entscheidende Rolle. Um das passende Holz für ihre Gitarren zu kaufen, fahren die beiden europaweit zu Händlern, die Holz für den Gitarrenbau anbieten. Denn nur mit gutem Material könne man auch gute Gitarren bauen, erklärt Hideo Sato im Gespräch mit dem SR.

Mehr als 100 Arbeitsstunden investieren Vater und Sohn pro Gitarre. Und die Mühe zahlt sich aus: Profis von Thailand bis Brasilien spielen auf Instrumenten der Werkstatt Sato.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung "Wir im Saarland - Saar nur!" vom 15.11.2019 berichtet.

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