Installation "Die Zwangsarbeiter" von Christian Boltanski (Foto: Weltkulturerbe Völklinger Hütte/Hans-Georg Merkel)

Völklinger Hütte erinnert an Zwangsarbeiter

mit Informationen der dpa   30.10.2018 | 16:20 Uhr

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte will an die Menschen erinnern, die einst in dem Eisenwerk Zwangsarbeit verrichten mussten. Dafür hat der französische Künstler Christian Boltanski auf dem Gelände eine Installation errichtet, die ab Donnerstag dem Publikum zugänglich ist.

Nach Angaben der Weltkulturerbestätte in Völklingen waren insgesamt 12.393 Männer, Frauen und Kinder aus 20 Ländern im Zweiten Weltkrieg in der Hütte als Zwangsarbeiter registriert. 261 von ihnen seien gestorben, darunter 60 Kinder. Das Kunstwerk in der Sinteranlage soll die Erinnerung an diese Menschen wachhalten und erlebbar machen.

Video [aktueller bericht, 30.10.2018, Länge: 3:12 Min.]
Erinnerungsstätte für Zwangsarbeiter in Völklingerhütte

Die Installation besteht aus eng aufeinander gestapelten rostigen Archivkästen, zwischen denen ein Kleiderberg aus schwarzen Hosen und Jacken liegt. Aus allen Ecken des Raumes werden die Namen der Zwangsarbeiter geflüstert, die im Zweiten Weltkrieg in der Völklinger Hütte arbeiten mussten.

Über dieses Thema hat auch SR 3-Kiosk am 30.10.2018 berichtet.

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