EVS informiert Bürger über geplante Biomasse-Anlage in Velsen (Foto: SR / Carolin Dylla)

Anwohner Velsens fürchten mehr Lkw-Verkehr

Carolin Dylla   10.09.2019 | 07:05 Uhr

Der Entsorgungsverband Saar (EVS) hat am Montagabend die Bürger über Einzelheiten des geplanten Biomassezentrums in Velsen informiert. Viele Anwohner sehen vor allem das stärkere Verkehrsaufkommen kritisch.

Das geplante Biomasse-Zentrum und die Sorgen der Anwohner
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 10.09.2019, Länge: 03:05 Min.]
Das geplante Biomasse-Zentrum und die Sorgen der Anwohner

Es gab einigen Redebedarf seitens der Bürger - und die Debatte verlief zum Teil durchaus kontrovers. Auch nach zweieinhalb Stunden Info-Veranstaltung sehen viele Anwohner vor allem die Nachteile, die das Biomassezentrum aus ihrer Sicht mit sich bringt. Ganz besonders die stärkere Verkehrsbelastung, die durch die Anlieferung von Bioabfällen entstehen würde.

Der EVS rechnet mit 20 bis maximal 40 Lkw, die zusätzlich pro Tag über die Kokereistraße durch Klarenthal zur Anlage fahren müssten. Das seien rund zehn Prozent mehr als derzeit.

Überwachung per GPS

Georg Jungmann, Geschäftsführer des EVS betont aber, der Verband werde den Anliefer-Unternehmen Routen vorgeben, um die Belastung für die Anwohner möglichst gering zu halten. Die Einhaltung dieser  Routen würde gegebenenfalls per GPS überwacht. Sollten sich die Unternehmen nicht daran halten, werde es Strafen geben, so Jungmann.

Laut EVS soll das Biomassezentrum rund 40 Millionen Euro kosten. Der Betriebsbeginn ist für Anfang 2024 geplant.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 10.09.2019 berichtet.

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