Eine Schutz-Impfung wird gegeben (Foto: IMAGO / NurPhoto)

Welche Möglichkeiten zur Impfung es jetzt gibt

  07.06.2021 | 21:13 Uhr

Mit dem Ende der Impfpriorisierung können sich jetzt alle Saarländer für eine Corona-Impfung anmelden. Da der Impfstoff allerdings begrenzt ist, müssen die meisten wohl länger auf einen Termin warten.

Die Priorisierung für Impfungen ist aufgehoben, einen sofortigen Termin für jeden bedeutet das allerdings nicht. Denn die Impfstoffmengen sind begrenzt, ebenso die Kapazitäten der zuständigen Stellen.

Warten im Saarland trotz Aufhebung der Impfpriorisierung
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 07.06.2021, Länge: 02:55 Min.]
Warten im Saarland trotz Aufhebung der Impfpriorisierung


Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:


Impfzentren

Seit dem 7. Juni ist die Impfliste der Landesregierung für alle Saarländer geöffnet. Eintragen kann man sich wie bisher auch auf der Internetseite www.impfen-saarland.de oder telefonisch über die Hotline des Gesundheitsministeriums unter 0681/501-4422.

Der Andrang war zum Start bereits groß: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich am ersten Tag schon bis zum Mittag rund 12.500 Saarländerinnen und Saarländer ohne Priorisierung auf die Impfliste setzen lassen.

Aus allen Impfeinträgen eines Tages werden, unabhängig von ihrer zeitlichen Eingabe, die Termine ausgelost. Bislang erfolgte die Terminvergabe im Wochenrhythmus. Allerdings betonte das Gesundheitsministerium bereits vorab, dass auch weiterhin Menschen, die sich mit einem Priorisierungscode anmelden, bei der Terminvergabe bevorzugt werden. Sie sollten also vor den Anderen, Nicht-Priorisierten, ihren Impftermin bekommen.

SR-Redakteurin Nelly Theobald über die Impfsituation im Saarland
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 07.06.2021, Länge: 03:02 Min.]
SR-Redakteurin Nelly Theobald über die Impfsituation im Saarland

Da die bereits vergebenen Termine der Priogruppe 3 bis Ende Juli terminiert sind, können Personen ohne Impfpriorisierung frühestens ab Ende Juli/Anfang August mit einem Termin in den saarländischen Impfzentren rechnen. Außerdem können sie sich über die Internetseite www.impfen-saarland.de um einen Nachrücktermin bewerben.


Niedergelassene Ärzte

Seit dem 7. Juni besteht für jeden auch die Möglichkeit, sich bei einem niedergelassenen Arzt für eine Impfung zu melden. Nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung kämpfen die Arztpraxen aber mit Lieferschwierigkeiten beim Impfstoff. Der stellvertretende KV-Landesvorsitzende Joachim Meiser appellierte deshalb, geduldig zu sein.

Zum Zeitpunkt der Aufhebung der Priorisierung würden pro Woche rund 20.000 bis 25.000 Patienten in den Praxen geimpft. Die Kapazität reicht laut Meiser bis zum Zwei- bis Dreifachen - wenn denn genug Impfstoff komme. Oberstes Ziel sei es, die gefährdeten Patienten zuerst zu impfen.


Betriebsärzte

Auch Ärzte in Betrieben können ab Montag prinzipiell alle Mitarbeiter impfen. Zu Beginn wird dort laut Landesregierung der Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung stehen, anfangs jedoch nur in begrenzter Menge. Daher sollen die Betriebsärzte darüber entscheiden, welches Personal in den Betrieben mit den zunächst verfügbaren Dosen geimpft wird.


Impfung von Kindern und Jugendlichen

Anders als in anderen Bundesländern können im Saarland noch keine Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren zum Impfen angemeldet werden. Der Grund liegt darin, dass die Landesregierung auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission in Berlin wartet. Die hat ihre Empfehlung für eine Impfung von Kindern unter 16 Jahren noch nicht veröffentlicht.

Keine Impfungen für Kinder und Jugendliche
Audio [SR 3, Steffani Balle, 07.06.2021, Länge: 01:19 Min.]
Keine Impfungen für Kinder und Jugendliche

Der Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Werner Meier, sagte zudem, dass der Impfstoff nur sehr begrenzt verfügbar sei. Darum sollen Kinder bevorzugt geimpft werden, die von einer Covid-Erkrankung besonders gefährdet sind - etwa Kinder mit einer Trisomie 21. Erst, wenn die Liefersituation besser werde, wolle man auch anderen Kindern und Jugendlichen ein entsprechendes Angebot machen.


Kurz vor Ende der Impfpriorisierung waren im Saarland insgesamt rund 722.000 Impfungen verabreicht worden. Knapp 49 Prozent der Saarländer haben mindestens die erste Impfung erhalten, etwa ein Viertel ist bereits vollständig geimpft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 07.06.2021 berichtet.

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